Steine sprechen. Teil 4

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Die Mehrzahl von uns ist es gewohnt, unwillkürlich den Informationen zu vertrauen, die von den Lippen der Männer kommt , welche wissenschaftliche Grade und Bezeichnungen aufweisen. Besonderes Vertrauen flößen Männer mit grauem Bärtchen, mit runden Brillen und einer sonderbaren Mütze ein.
Genauso eine magische Einwirkung auf das Auditorium haben respektable Herren mit glänzenden Gesichtern, strotzend vor Erfolg und Selbstbewußtsein, bekleidet mit teuren Anzügen, mit tadellos gebundenen Krawatten um den Hals.

Aus welchem Jahr stammst du, Megalith?

Die Mehrzahl von uns ist es gewohnt, unwillkürlich den Informationen zu vertrauen, die von den Lippen der Männer kommt , welche wissenschaftliche Grade und Bezeichnungen aufweisen. Besonderes Vertrauen flößen Männer mit grauem Bärtchen, mit runden Brillen und einer sonderbaren Mütze ein.
Genauso eine magische Einwirkung auf das Auditorium haben respektable Herren mit glänzenden Gesichtern, strotzend vor Erfolg und Selbstbewußtsein, bekleidet mit teuren Anzügen, mit tadellos gebundenen Krawatten um den Hals.

Es kommt niemandem in den Sinn, deren Worte anzuzweifeln. Besondere hypnotische Kraft haben unverständliche Termini, ausschweifende Redewendungen und die kolossale Anzahl von Worten, die ein gewöhnlicher Mensch im Alltag nicht benutzt.
Ein Mensch, der seine Gedanken so darlegt, daß ihn keiner verstehe, stellt sich automatisch an die Stelle Gottes. Und die Menge ist bereit, sich bedingungslos vor ihm zu verneigen.

Aber wenn man dieser Hypnose nicht verfällt und versucht, in das Wesen des von den „Göttern“ Dargelegten einzudringen, dann stellen wir mit Verwunderung fest, daß die ausführlichen Reden dazu dienen, den Hörer aus dem Konzept zu bringen, ihn der Courage zu berauben und das auf gut glauben Gesagte hinzunehmen, sogar wenn es eine offensichtliche Dummheit ist.

Was ist zum Beispiel die Erklärung eines Professors irgendeiner Universität wert, die vor einem Dutzend Kameras mit klugem Gesicht gemacht wird darüber, daß die Gelehrten das Alter der aufgefundenen Statue aus Marmor, das 1800 Jahre beträgt, festgestellt haben.

Römische Marmorkopie der altgriechischen Statue des Miron, etwa 120 – 140 Jahre, Massimo-Palast in Rom
Römische Marmorkopie der altgriechischen Statue des Miron, etwa 120 – 140 Jahre, Massimo-Palast in Rom

In der Regel „vergessen“ die Fremdenführer zu sagen, daß vor euch eine „Kopie der Kopie der Kopie“ der antiken Statue steht, und die Touristen nehmen alles für bare Münze.

Nehmen wir als Beispiel einen anderen Fakt. Vor langer Zeit, in der Mitte der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, fiel mir in einer der Zeitungen ein Artikel auf, in dem von Protesten der Öffentlichkeit gesprochen wurde, die sich über die Kürzung der Finanzierungen für die Restauration des historischen Erbes des alten Roms aufregten.
Damals habe ich gedacht:
und warum hat diese „ewige Stadt“ Jahrtausende gestanden und war wie neu, aber im 20. Jahrhundert begann sie plötzlich auseinanderzufallen?
Wie sich herausstellte, erklärten die Gelehrten diese Erscheinung mit dem Auftauchen des sauren Regens.
So etwa: früher war die Atmosphäre rein, und die Stadt stand. Und mit dem Auftauchen der Heizwerke, der Industrie und der Automobile begann das Regenwasser, den Anlagen aus Granit, Sandstein und den besonders leidenden Marmor einen Schaden zuzufügen.

Na gut, zur Kenntnis: die Lebensdauer eines natürlichen Marmorsteines beträgt von 150 bis 200 Jahre, in Abhängigkeit davon, wo genau das konkrete Muster gebrochen wurde.
Denn was ist Marmor?
Das ist einfach Kreide, im Wesen. Das ist besonders ausgeformter Kalkstein CaCO3.
(oft mit anderen metallischen Kalkverbindungen vermengt)
Der unter Umständen auch brennt. Ja, im Falle des ungewollten Sinterns verändert der Marmor seine Formel: CaO + 2 HF = CaF2 + H2O. (mir ist nicht erklärlich, woher plötzlich die Flußsäure kommt – steckt sie als Verunreinigung im natürlichen Kalkstein? vorher müßte auch noch der thermische Zerfall des Karbonats kommen: CaCO3 → CaO + CO2)
Und CaF2 ist Kalzium-Fluorid, und das ist brennbar. Nicht nur das, bei Erhitzung leuchtet es auch noch – wie brennende Kohle. Von der Bezeichnung dieses Minerals stammt der Begriff „Fluoreszenz“.

Deshalb sind alle „antiken“ Statuen aus Marmor im 19. Jahrhundert hergestellt worden, nicht früher. Aber der gelehrte Professor weiß genau, daß niemand im Lexikon nachschlägt, um die Wahrhaftigkeit des von ihm Gesagten zu überprüfen.

Hier taucht unweigerlich die nächste Frage an den Professor auf:
Und wie hat man das Alter der Statue bestimmt?
Wenn er beginnt, etwas von der Radio-Kohlenstoff-Methode zu erzählen, denn gebt ihm gleich die Note „6“ und fordert von der Universitätsleitung die Aberkennung des Professorentitels, denn das ist ein Betrüger.
Und zwar deshalb:

Kurze Angaben über die existierenden Methoden zur Altersbestimmung

Jene Methoden, die tatsächlich in der Lage sind, eine hinreichend genaue Antwort auf die Frage nach dem Alter eines gefundenen Forschungs-Objektes zu geben, werden wir hier nicht betrachten.
Zum Beispiel die dendrochronologische Methode der Datierung ist hinreichend genau, allerdings ist sie in unserem Falle nicht anwendbar, weil wir hier über Steine reden, genauer über Mineralien, Fels- und Ablagerungsgestein.
Und die dendrochronologische Methode, das geht aus der Bezeichnung hervor, ist zur Bestimmung des Alters von Erzeugnisse aus Holz vorgesehen, genauer von Balken und Konstruktionselementen, deren Sägeschnitt die Fixierung der Abmessungen und der Anzahl der Jahresringe ermöglicht, die beim Baum während seiner Lebenszeit entstanden sind.

Genau aus diesem Grunde werde ich auch nicht andere Methoden zur Datierung ausführen, welche die Megalithen nicht betreffen. Also, was war es, das uns interessierte:

  1. Die Radionukleid-Methode von Kohlenstoff ist eine Sonderform der Radioisotopen-Methode der Datierung, die für die Bestimmung des Alters von biologischen Überresten, Gegenständen und Materialien aus biologischer Entstehung angewendet wird, durch Messung des Gehalts des radioaktiven Kohlenstoff-Isotops C14 im Verhältnis zum stabilen Kohlenstoff-Isotop C12.

Können wir gleich als für anorganische Materialien unbrauchbar beiseite legen.

  1. Die Thermolumineszenz-Methode gründet sich auf die Fähigkeit einiger Materialien (Glas, Ton, Keramik, Feldspat, Diamanten, Kalzite u.a.), mit der Zeit die Energie ionisierender Strahlung zu sammeln und diese bei Erhitzung in Form von Lichtstrahlung (Lichtblitzen) abzugeben.
    Je älter das Muster, desto mehr Lichtblitze werden fixiert werden.

Auch diese Methode sondern wir aus, aus demselben Grund wie die vorhergehende. Uns interessieren Steine, und nicht Schädelchen und Gläselchen. Außerdem ist die Genauigkeit dieser Methode sogar nach offiziellen Angaben mit mindestens 10% Fehlertoleranz behaftet, wie auch im Falle der C14-Methode.

  1. Die Glas-Hydratation ist eine der Hilfsmethoden zur Datierung geologischer Objekte und archäologischer Artefakte. Sie wird eingesetzt bei Gegenständen, die aus natürlichem vulkanischem (Obsidian) oder künstlichem Glas hergestellt sind. Die Methode gründet sich darauf, daß die Glasoberfläche Wasser aus der Atmosphäre absorbiert, mit der langsamen Bildung einer Hydratationsrinde.

Und wieder daneben. Heute interessiert uns weder Glas noch Obsidian.

  1. Kristalldefekte – jegliche stabile Störung der Translationssymmetrie der Kristalle – der idealen Periodizität des Kristallgitters. Nach der Anzahl der Messungen, bei denen die Abmessungen der Defekte den Abstand zwischen den Atomen wesentlich übersteigen; die Defekte werden als nulldimensionale (Punkt-), eindimensionale (lineare), zweidimensionale (Flächen-) und dreidimensionale (Volumen-) Defekte unterschieden.

Könnte durchaus sein, daß diese Methode gut ist, aber sie läßt nur eine Datierung des näherungsweisen Zeitraumes der Entstehung des Materials selbst zu, aber nicht des Erzeugnisses daraus. Deshalb ist diese Methode nicht als stichhaltig für die Datierung von Erzeugnissen aus Naturstein anzusehen.

  1. Relative Methoden:

— Stratigraphie, die eine Datierung der Artefakte aus den geologischen Ablagerungen zuläßt, vorwiegend ist die Rede von der sogenannten „Kulturschicht“;

— Typologie, welche die Durchführung einer vergleichenden Analyse ähnlicher neu gefundener Artefakte mit bereits früher gefundenen beinhaltet. Im Wesen ist das eher mit dem Kinderspiel „Rate mal, wem diese Wolke ähnlich sieht“ vergleichbar.

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Die Wahrhaftigkeit dieser Methoden ist mehr als zweifelhaft und erneut nicht anwendbar für die Datierung von Erzeugnissen aus Naturgestein.

  1. Absolute Methoden gründen sich auf die Erscheinung der Radioaktivität der chemischen Elemente: in einer bestimmten Zeit verwandelt sich das eine Isotop des Elements in ein anderes (meist eines anderen Elements).
    Da die Halbwertszeit unterschiedlicher Elemente verschieden ist, ergibt sich die Möglichkeit, hinreichend genau die Zeit der Entstehung der zu erforschenden Gesteine zu bestimmen. Dies sind solche Methoden wie die Kalium-Argon-, die Argon-Argon- und die Zäsium-40-Methode u.ä.

Wieder daneben. Diese modernen Technologien lassen erneut nicht die Bestimmung der Zeit der Herstellung der Erzeugnisse aus Stein zu, man kann nur das Alter des Gesteins bestimmen.

  1. Die optische Datierung ist eine physikalische Datierungsmethode, die sich auf die Bestimmung der Zeit gründet, wann sich das Mineral das letzte Mal im Licht befunden hat.

Kein Kommentar. Damit wir nicht beginnen zu schluchzen.

Also nun, was bleibt uns außer den unbegründeten Behauptungen der Gelehrten?
Nichts, überhaupt nichts!
Und hier kann man sich an solche Objekte erinnern wie die Popen-Insel im Ural. Ein helleuchtendes Beispiel, das anschaulich zeigt, wie wichtig es ist, die Zeit der Entstehung gerade des Erzeugnisses aus Stein zu wissen und nicht des Steines selbst:

Die Popen-Insel

Nejwo-Rudjanka ist eine Siedlung im Kirowgrader Stadtkreis des Swerdlowsker Gebietes. Rund um sie herum sind morastige Sümpfe. Und in einem dieser Sümpfe steht ein Berg mit der sonderbaren Bezeichnung Popen-Insel.
Es fragt sich, wie ein Berg als Insel bezeichnet werden kann? Aber all das wird einfach und verständlich, wenn man versteht, daß ein beliebiger Sumpf in seiner „Kindheit“ ein Gewässer war:

карта

Swerdlowsker Gebiet (Koordinaten — 57°18’32″ N 60°11’23″ E). Nächstgelegene Städte: Jekaterinburg, Nizhnij Tagil, Kamensk-Uralskij. Nächstgelegene Siedlungen: Werch-Nejwinsk und Nejwo-Rudjanka. Dort fließt der Fluß Nejwa, klar wo die erste Siedlung liegt (werch = Ober-), aber warum ist die Bezeichnung der zweiten mit Ruda (= Erz) verbunden? Das ist doch der Ural! (meint: da ist überall Erz…)

Ich finde heraus, daß die Siedlung im Jahre 1762 gegründet wurde, als Prokofij Demidow, der Sohn von Akinfija und Enkel des Nikita, hier ein wassergetriebenes Eisenherstell- und Gußeisen-Gieß-Werk in Betrieb setzte. Zwar hat er es schon nach 7 Jahren an Sawwa Jakowlew verkauft, wie auch viele andere seiner Betriebe.
Mit dem Eisen ist also alles klar. Was ist mit dem Rest?
Es sind Angaben erhalten geblieben, daß hier ein Granit-Tagebau auf einem Berg betrieben wurde… die Popen-Insel. Stop!!!

Also ist das ein Berg oder doch eine Insel? Sehen wir uns alte Karten an.

Eine Karte aus dem Jahre 1914
Eine Karte aus dem Jahre 1914

Die Zeichnung ist ganz frisch, aber darauf sehen wir wesentliche Unterschiede! Hier ist nicht einfach ein Berg zwischen den Sümpfen, sondern es gibt auch Seen, die heute bereits nicht mehr da sind. Der See Gluchoje 2, wer weiß was davon? Von den Alteingesessenen erinnert sich keiner mehr daran!
Offenbar hat der Prozeß der Versumpfung der Seen und der natürlichen Melioration bis heute nicht aufgehört. Das heißt, daß vor 300 Jahren hier noch viel mehr Wasser war, daß es im Wesen ein Binnenmeer gab, und der Berg tatsächlich eine Insel war!
Da haben wir des Rätsels Lösung, des auf den ersten Blick nicht Vereinbaren, der Bezeichnung „BERG Popen-INSEL“.

Felsen-Reste auf dem Berg Popen-Insel.
Felsen-Reste auf dem Berg Popen-Insel.

Offensichtlich ist, daß anfangs man sich zur Insel ausschließlich schwimmend hinbewegen konnte, jetzt geht das zu Fuß oder mit Spezialfahrzeugen, darunter mit dem Fahrrad. D.h. der Ort ist sehr unbequem, um heutzutage, wie auch vor 250 – 300 Jahren, dorthin Reisen zu veranstalten, und zurück mit Erz oder mit Steinen. Aber wer sagt denn, daß die dort gewonnen wurden?

мегалит?

Scheint wie einfach sonderbar geformte Steine, sehr ähnlich einer künstlichen Anlage, aber im Ural gibt es solche Herausbildungen in überaus großer Anzahl.

Vielleicht wahrlich ein Steinbruch? Die lokalen Heimatforscher erzählen allen, daß hier „bis zur Erfindung des Betons im 20. Jahrhundert“ Granitblöcke für die Bau geschlagen wurden. Die ersten Steine gingen im 18. Jahrhundert in den Bau der Talsperre am Werchnje-Nejwiner Teich.
Was paßt da nicht?

Nun, zum einen habe ich schon gesagt, daß von dort Steine transportieren ein sehr undankbares, arbeitsaufwendiges und teures Unternehmen war.
Und zum anderen: sie haben also in Hütten gelebt, aber die Talsperre für den Teich haben sie aus Granitblöcken gebaut? Ist das etwa logisch?
Stets hat man Talsperren als einfache unbearbeitete Wälle mit Bruchsteinen ausgemauert, dabei vermischte man Steinbruch, Schotter und Ton, oft auch einfach nur Erde, und verstärkte das mit vorhandenem Bauholz.
Und nichtdestotrotz hat man hier tatsächlich Steine gebrochen:

мегалит?

Was gab es denn damals für eine Notwendigkeit, Blöcke für eine Talsperre zu hauen! Na, es sollte doch kein Tadsch-Mahal gebaut werden, sondern ein Teich, ein Wasserreservoir. Werdet ihr auf den Nägeln für den Bau eines Häuschens für die Gartengeräte auf den 600 qm eine Lasergravur machen?
Warum tauchen dann keine Zweifel auf an der Richtigkeit dessen, daß unsere „Ur-Ur“ auf einer Insel Blöcke von hundert Pud (ein Pud ~ 16,4 kg) auf einer Insel gewannen, von wo man die Dinger noch irgendwie aufs Festland bringen mußte, für den Bau einer hydrotechnischen Anlage?
Womit, auf Wagen? Und welche Traglast hatten unsere Wagen? Und was nützen sie, wenn man mit ihnen nicht mal leer durch den Sumpf kommt!

Steine sprechen. Teil 4 - Megalithen

Aber man hat dort Steine gewonnen, entgegen dem gesunden Menschenverstand. Nach dieser Technologie wird auch heute noch der Granit gewonnen. Man bohrt Bohrlöcher und spaltet ab. Und früher wurden hölzerne Keile reingeschlagen. Es tauchen mehrere Fragen auf:

Waren das Keile oder schon Bohrlöcher?
Meine Antwort – es waren Bohrlöcher. Von den Keilen bleiben flache rechteckige Vertiefungen.

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Frage zwei: warum auf einer entfernten Insel inmitten von Sümpfen?
Keine Antwort. (doch: weil im harten Ural-Winter auch die Sümpfe ausreichend fest gefrieren…)

Frage drei: Wann wurden dort Steine gewonnen, zu unserer Zeit oder doch vor langem?
Keine Antwort.

Auf jeden Fall haben wir genau geklärt, daß dort dennoch Steine gewonnen wurden!
Das ist ein Fakt, der nicht zu bezweifeln ist.
Bleibt noch die Frage nach der Datierung.

Steine sprechen. Teil 4 - Megalithen

Vielleicht hat man hier in dem genannten Zeitraum Steine geschlagen für lokale Zwecke, hat eine Menge Kräfte und Mittel verbraucht, aber nicht in den Umfängen, wie es uns erscheint. Aber…
Wie gehen heutzutage unsere Mitmenschen mit Bauten um, die ihre Besitzer verloren haben? Herrenlose Bauwerke werden bis auf die Ziegel abgebaut, und es wachsen neue Datschen und Schuppen daraus!
Ganz genauso haben auch unsere Vorfahren gehandelt. Schaut euch diese Stufen an:

мегалит?

Und welche Schlußfolgerung kann man aus dem Gesehenen ziehen?
Die Folgerung ist meiner Meinung nach nur eine: Die Felsen, die als natürlichen Ursprungs gelten, sind auf wunderbare Weise auf eine tadellos ausgeführte, wie mit mechanischen Werkzeugen herausgeschnittene Konstruktion aufgesprungen – auf einen Treppenlauf.
Ein Teil davon ist von den Eierkuchen-Schichten des „natürlichen“ Restberges nicht abgedeckt. Wofür spricht das? Doch nur dafür, daß die Restberge viel jünger sind als die Konstruktion handgemachter Herkunft.

Vergrößertes Fragment der Treppe, die unter dem Restberg liegt.
Vergrößertes Fragment der Treppe, die unter dem Restberg liegt.

Streng genommen ist das natürlich kein Treppenlauf, sondern die Spuren des industriellen Abbaus des Granits, von dem wir ein wenig früher gesprochen haben.

Der pastöse Granit wurde Schicht für Schicht auf die Stufen des Tagebaus gegossen, hat sie in seine Tiefen aufgenommen und ist erstarrt.
Jene Fragmente der älteren Anlage, welche nicht von den Schichten der „Paste“ bedeckt wurden, sind den Einwohnern von Nejwo-Rudjanka in der jüngeren Vergangenheit zugute gekommen. Sie haben fast alle weggeschafft, die sie ohne besonderen Aufwand verladen konnten. Und das, was für den Transport zu groß und zu schwer war, hat man direkt vor Ort in kleinere Fragmente zerschlagen.
Aber weggeschafft hat man nicht alles. Hier ist ein Bruchstück mit offensichtlichen Spuren seiner hochtechnologischen Bearbeitung:

мегалит?

Also, was haben wir? Folgendes:

  1. Steine wurden hier gewonnen.
  2. Und zwar zu allen Zeiten.
  3. Mit Technologien verschiedener Stufen. Sowohl mit modernen als auch mit jenen, die schon verloren gegangen sind.

Vielleicht ist der dritte Punkt strittig, obwohl er für mich fast klar ist, aber dazu kommen wir noch. Momentan sehen wir uns noch ein wenig vor Ort um.
Was ist das?

мегалит?

Das ist nichts anderes als ein Schurf (eine Schürfstelle), der von Goldsuchern verlassen wurde. Die Suche nach Informationen über diese Gruben haben mich zu einem durchaus erwarteten Ergebnis geführt:

„Gold gab es in dieser Gegend immer viel. Denn auch den ersten Ural-Goldklumpen hat man genau hier gefunden. Aber für den Abbau des Goldes gab es damals ein staatliches Monopol, und die Lande, die man den Fabrikanten nach dem Niederlassungsrecht überlassen hatte, konnten zugunsten des Staates eingezogen werden. Deshalb hat man der 13jährigen Katja Bogdanowa, die den Goldklumpen gefunden hatte, auch nicht gedankt, sondern hat sie hart verprügelt, und zwar so stark, daß die danach verrückt geworden ist.

Aber bald, im Jahre 1812, hat die Regierung den Fabrikanten die Goldsuche in ihren eigenen Revieren erlaubt. Danach begann das „goldene“ Jahrhundert der Nejwa-Region. In nur 10 – 15 Jahren wurden im Revier des Werch-Nejwinsker Werkes 45 Goldminen eröffnet.

Die Rudjansker Bewohner behaupten, daß es in ihrer Siedlung überall Gold gab, und seinerzeit haben die örtlichen Goldsucher den Boden aus dem gesamten Territorium durchgewaschen, außer dem Land unterhalb der Kirche.

Nicht wenige Gruben wurden auch im Umkreis des Hellen Sumpfes (Swetloje Boloto) gegraben, Gold und Granit sind miteinander befreundet (liegen doch unsere Sümpfe stets auf einem Granitkissen), und die Spuren der Goldsucher sind mit den Gruben in den Schluchten, am Rande der Sümpfe und in den Sümpfen selbst zu finden, die in der Regel nun mit Wasser gefüllt sind, sowie im Vorhandensein von Abraumhalden in unmittelbarer Nähe von diesen Gruben.“ (aus einem Informationsblatt des örtlichen Heimatmuseums)

мегалит?

Und dieser Fakt stellt uns vor den offensichtlichen Umstand:
sowohl in beiden Amerikas, als auch auf der Halbinsel Kolyma, als auch in Nachodka, wie auch in Krasnojarsk und auch in Perm fällt praktisch jeder der Orte der Lage von megalithischen Anlagen mit in Betrieb befindlichen oder aufgelassenen Fundstellen von Edel- und Halbedelmetallen zusammen. Das sind in erster Linie Platin, Gold, Silber und Kupfer.
Wobei es unwichtig ist, ob die Megalithen von den offiziellen Wissenschaft als handgemacht oder als aus natürlicher Entstehung anerkannt sind.
Und das ist schon nicht mehr nur ein zufälliges Zusammentreffen!

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So oder so, alles, was wir hier betrachten, ist mit den Gewinnung von Bodenschätzen verbunden. Und hier kommt einem in den Sinn zu versuchen, die Anlagen von den „Abprodukten“ zu trennen – Abraumhalden, die unausweichlich jedes Bergbauunternehmen begleiten.
So entsteht die Notwendigkeit zu klären, mit welchen Methoden genau der Abbau der Stoffe geschah. Dann würden viele Fragen von allein entfallen.
Darüber werden wir ein wenig später sprechen.

Quelle der Übersetzung

© tart-aria.info - bei uns erscheinen nur Autorenarbeiten, d.h. Artikel, die der jeweilige Autor selbst ausgearbeitet und geschrieben hat. Deshalb ist fairerweise bei der Übernahme von Artikeln und Beiträgen unbedingt ein Link zur Netzseite tart-aria.info anzubringen, mit Nennung des Autors und ggf. der Quelle der Übersetzung.*

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