Wahrscheinlich ist es dem Menschen eigen, wichtigen Ereignissen eine unrichtige Bewertung zu geben. Oft ist es so, daß die Öffentlichkeit, wie unter heftigen Windstößen erschüttert, wochenlang irgendeine „Sensation“ erörtert, aus der Serie „wer hat wen geheiratet“ oder „wie konnte er sowas öffentlich sagen“. Und sehr oft bleiben wahrlich phänomenale Ereignisse unbemerkt, welche das Leben von Millionen Menschen stark verändern. Oder zumindest verändern könnten, wenn sie nicht zielgerichtet von den Massenmedien „verwischt“ würden, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von ihnen abzulenken. Es wird ihre Bedeutung heruntergespielt, sie werden künstlich in die Kategorie „unbedeutend“ verschoben und es wird alles getan, damit die Menschen nach und nach diese vollständig vergessen.
Was schüttelst du dich, Megalith?
In diesem Zusammenhang ist ein Fall sehr bezeichnend, der mir vor vielen Jahren passiert ist. Damals hatten wir uns mit mehreren jungen Familien in der Wohnung bei unseren Freunden zusammengefunden. Die Hausherrin war damals im Schwangerschaftsurlaub und ihr Ehemann arbeitete als Ingenieur in einer der „Firmen ohne Anschrift“, die irgendwelche Sachen für die Kosmos-Branche herstellte.
Wir saßen zusammen an einem runden Tisch und genossen das Gespräch, während wir Tisch-Lotto spielten, und der Ehemann der Hausherrin saß in der gegenüberliegenden Zimmerecke und löste Kreuzworträtsel. Seine Tochter, die gerade erst anfing zu sprechen, krabbelte auf ihm herum und forderte Aufmerksamkeit, aber der müde Papa war zu sehr in die Rätsellösung vertieft, als daß er der kleinen Krabbelmaus die nötige Aufmerksamkeit zukommen ließ.
Daher begann die Kleine, sich an die Mama zu wenden, die beim Lotto mitspielte, und kletterte ihr auf den Schoß. Hier erklang die Frage des Vaters aus der anderen Ecke: „Weiß jemand einen Kurort in Litauen, der mit „P“ beginnt?“ Und die Kleine, die auf den Knien der Mutter herumzappelte, sagte in die entstandene Stille deutlich: „Palanga“.
Alle am Tisch Anwesenden schauten wie auf Kommando auf die Kleine und ihre Mutter, die nachdenklich ein Feld von mehreren Spielkarten ansah, mit Fäßchen in den Zellen.
„Was hat sie gesagt?“ fragte verwundert mein Freund, der rechts von mir saß. „Einfach 'Mama'“, antwortete die junge Frau und küßte die Tochter auf das Köpfchen.
Wir sahen uns gegenseitig an, führten aber das Gespräch zu diesem Thema nicht fort, sondern spielten weiter, während wir zu unserer unterbrochenen Unterhaltung zurückkehrten. Ich sah deutlich, wie meine Freunde ebenso erschüttert waren wie ich selbst. Nichts bemerkt hatten nur die Eltern des Kindes.
Später, als wir auf den Balkon hinausgingen, stellte ich meinen Freunden die Frage, was denn das Mädel gesagt hatte? Alle bestätigten einmütig, daß das Kind, welches solch ein Wort im Prinzip noch gar nicht kennen konnte und das gerade erst die ersten Worte seines Leben sprechen lernte, klar und deutlich gesagt hatte „Palanga“. Ein Wunder, und nichts weiter!
Wir haben diesen Vorfall nie wieder besprochen und bald auch vollständig vergessen. Denn was sollten wir jungen Leute tun, die wir beschäftigt waren mit dem Kampf gegen die Schwierigkeiten des täglichen Lebens, deren es nach dem Zerfall der Sowjetunion und der entstandenen Wirtschaftskrise im Überfluß gab.
Es ist aber eine ganz andere Sache, wenn diejenigen, welche gemäß ihrem Beruf verpflichtet und ausgestattet mit wissenschaftlichen Graden und Titeln sind, sich so kühl gegenüber Ereignissen verhalten, die wahrhaft phänomenal sind.
Solchen, die zu Entdeckungen führen können, welche in der Lage sind, unsere Welt bis zur Unkenntlichkeit zu verändern! Und ein solches Ereignis geschah um 18.30 Uhr am 20. Mai 2010 in Wolgograd.
Die tanzende Brücke
Der Verkehr über die Brücke war gestoppt worden, nachdem die Dispatcher eine starkes Schwingen der Konstruktion mitgeteilt hatten. Nach Aussagen der Augenzeugen betrug die Amplitude (Schwingungsweite – d.Ü.) der Schaukelbewegungen etwa einen Meter.

Hier nur eines der Zitate, das anschaulich zeigt, wovon damals die ganze Presse schrieb:
„Was gibt es da zu fürchten“, sagte unser Fahrer Andrej Bystrow die ganze Fahrt über. „Ich hatte gar keine Angst. Bin sogar stolz darauf, daß ich das gefühlt habe.“
Andre ist nicht nur Augenzeuge, er war am 20. Mai im Epizentrum der Ereignisse auf der Brücke und hat mit ihr sogar zweimal „getanzt“ - auf dem Wege nach Krasnogorsk und zurück. Einige Tage nach dem Vorfall erscheint es ihm schon wie ein unerhörter Glücksfall, der dem Menschen einmal in 100 Jahren zufällt.
„Am Donnerstag so gegen 18 Uhr habe ich den Chef zu seinem Grundstück gefahren“, erzählt er ausführlich. „Vor uns waren vielleicht zehn Fahrzeuge, im Gegenverkehr wohl dreizehn. Plötzlich fühle ich: unten schaukelt was, so ein Gefühl, als ob ich auf einer Seilbahn wäre. Der Gegenverkehr schwimmt auch – sie schaukeln mit. Da ist klar: mit der Brücke stimmt etwas nicht. Ich sage dem Chef: “Gleich zerbricht sie.“ Der war eingenickt: Mann, hast du blöde Scherze drauf. Und dann sah er sich um: Schneller! Auf der Brücke sind 60 erlaubt, aber wenn über dir eine viele Tonnen schwere Konstruktion ist und unten 40 Meter bis zum Wasser, dann trittst du von ganz allein aufs Gaspedal. Der Mann hinter uns hat total die Nerven verloren – der ist so 180 gefahren. Den hat am Ende der Brücke der Verkehrspolizist noch angehalten und wollte ihm eine Strafe aufbrummen. Wir haben ihm gesagt: schau dich mal um, was hinter deinem Rücken passiert.
Kurz gesagt, ich hab den Chef auf seine Datsche gebracht. Und weiter? Auf einem Umweg zurückfahren – das sind fast 100 Werst. Also habe ich beschlossen: wenn der Verkehr nicht gestoppt wurde, dann riskiere ich es nochmal. Und es ging, ich bin durchgekommen, obwohl die Wellen diesmal zehnfach stärker schwangen. Die Brücke wurde erst um 18.44 gesperrt. Das habe ich mir gemerkt, weil ich extra darauf gewartet habe.
Die Wahrscheinlichkeits-Theorie
Dem risikobereiten Burschen Andrjucha tut es ein wenig leid, daß sich das Experiment nicht wiederholen läßt. Warum? Nun, zum einen gibt es ein Sprichwort, daß eine Granate niemals in denselben Granattrichter niedergeht. Und zum anderen ist die Kommission, die in Wolgograd den Vorfall untersucht hat, zu dem Schluß gekommen, daß die Wahrscheinlichkeits-Theorie an allem schuld sei. Dahin neigen auch alle Gelehrten: es ist ein seltenes, noch nie in der Welt vorgekommenes Übereinstimmen der Frequenzen passiert – der Schwingungen der Brücke mit dem Nordost-Wind mit 16 m/s, was zur wellenförmigen Verbiegung der Brückenöffnungen um bis zu einen Meter geführt habe. Andrej glaubt an die Wissenschaft. Obwohl ihm unverständlich ist, warum gerade die Wolgograder Brücke unter diese Wahrscheinlichkeits-Theorie gefallen sein soll. Für sich hat er eine Erklärung gefunden: Mystik.
„Das war tatsächlich eine übernatürliche Erscheinung“, erklärte der Vizegouverneur des Gebietes Igor Pikalow den „Iswestija“-Korrespondenten. „Andere Erklärungen gibt es nicht.“
Diese zwei Sätze haben wir mindestens sechsmal gehört – auf den Treffen der Vertreter der Auftraggeber, der Projektanten, der Generalauftragnehmer, der Bauarbeiter. Und sie werden so häufig wiederholt, daß der Eindruck einer Choral-Beschwörung entsteht. Und es wächst der Verdacht, daß vor den Journalisten etwas verborgen wird.
„Das hätte keinen Sinn“, wiederholt müde Pikalow. „Die Rede ist von der Sicherheit hunderttausender Menschen. Wer übernimmt die Verantwortung dafür, auch nur die kleinsten Abweichungen vom Zustand der Brücke zu verheimlichen? Es ist alles bis zum letzten Zentimeter überprüft. Die Brücke ist ganz, unbeschädigt und hat nichtmal Kratzer am Lack.“
Bei aller – wie sagt man es am delikatesten - „Unerwartetheit“ der Version von der übernatürlichen Erscheinung gibt es - scheinbar - andere Erklärungen für die Gründe des Vorfalls bis heute nicht. Die nach Wolgograd gekommenen Experten („die besten Köpfe Rußlands“, wie sie von der Gebietsadministration charakterisiert wurden) haben eine visuelle Besichtigung der Pfeiler der Brücke durchgeführt – es wurden keine Risse oder Abspaltungen des Betons festgestellt. Die Fahrbahn ist in idealem Zustand, es sind nichtmal die Kantstein- und Geländer-Begrenzungen beschädigt. Eine Ultraschallüberprüfung der Schweißnähte und Stöße hat ebenfalls keinerlei Abweichungen ergeben. Die Testung auf Belastbarkeit (ihr erinnert euch an die Fernsehbilder: 15 mit Kies beladene „Kamas“-Laster führen als Kolonne) hat die Durchbiegung als in den Grenzen der berechneten Parameter nachgewiesen.
Wie es scheint, hat diese vom Winde verschaukelte Brücke einfach nur mit dem Menschen gescherzt und ihnen ihre Elastizität und Festigkeit gezeigt. Einige „Architekten“ des Bauwerks erörtern dies in vollem Ernst. Unter dem Eindruck der Diskussion hat einer meiner Kollegen bemerkt: „Da weiß ich schon nicht mehr, was schlimmer ist – wenn eine Brücke schwankt oder wenn bei deren Vätern das Hirn aussetzt?
Je mehr es positive Bewertungen zugunsten der „scherzenden“ Brücke gibt, desto stärker juckt es in den Fingern, die damit verbundene „Wahrscheinlichkeits-Theorie“ nochmals zu überprüfen.“
(Quelle: „Iswestija“ – «Известия»)
Und eines der wenigen offizielle Dokumente, an welches die Journalisten gelangen konnten, ist dieses „Schreibelchen“
„Gutachten der Expertengrupe über den Zustand der Brückenkonstruktionen der Brücke über die Wolga in der Stadt Wolgograd
Nach Auffassung der Expertengruppe ist der Grund für das Entstehen der Schwingungen der Brückenöffnungen die Windresonanz. Die geschätzte Größe der Schwingungen in der Phase der stehenden Wellen betrug 0,4 m bei einer Windrichtung quer zu den Brückenöffnungen und einer Geschwindigkeit zwischen 15 - 17 m/s.
Ein ähnliches Anwachsen der Schwingungsamplitude der Brückenöffnungs-Balken-Aufbauten während des Betriebes ist erstmalig in der Weltpraxis bebachtet worden. In Verbindung damit ist es erforderlich, operative Veränderungen in die geltenden Normen der Projektierung einzubringen.
Mitglieder der Expertengruppe
(es folgen Firmen und Namen der unterzeichneten Direktoren)“
Mancher mag sagen, daran sei nichts ungewöhnliches, denn jeder erinnert sich an das Beispiel aus der Schulzeit in Physik, wie im Russischen Imperium eine Kolonne Soldaten im Gleichschritt über eine genietete Stahlbrücke marschierte und durch die entstehende Resonanz die Brücke einstürzte. Irgendwie so.
Nur paßt der Vorfall mit der Wolgograder Brücke in keine der existierenden Theorien. Die Sache ist die, daß die „tanzende Brücke“ nicht nur nicht zerstört wurde, sondern daß sie auch nicht nur im geringsten beschädigt wurde. Und dieses Phänomen, das alle bekannten „Gesetze“ der Physik widerlegt, hat, wie es scheint, keiner auch nur betrachtet.
Die Amplitude der Schwingungen der Brückenkonstruktion betrug mehr als einen Meter (!!!), aber dabei entstand nicht ein einziger Riß – nicht nur in den Stahlelementen, sondern auch in den Stahlbetonpfeilern, was im Prinzip – gemäß den heute vorliegenden Kenntnissen – UNMÖGLICH ist!!!
So was gibt es nicht! Und um das zu begreifen, muß man kein Fachmann auf dem Gebiet der Materialfestigkeit oder der Materialkunde sein. Plastische Stahlbeton-Konstruktionen existieren einfach nicht. Aber das ist nur eines.
Über solche Dingen denkt tatsächlich kaum jemand ernsthaft nach, aber wie ist es mit dem ewigen russischen „Problem Nr .2“? ('die Deppen und die Straßen sind die größten Probleme Rußlands', lautet ein „geflügeltes Wort“ im Russischen; oder wie bewertet ihr die Rückfahrt jenes Chauffeurs Andrej über die schwankende Brücke? - d.Ü.)
Kann jemand von uns daran glauben, daß eine Asphalt-Beton-Fahrbahn unserer Straßen fähig sei, ohne Folgen solche Belastungen auszuhalten, welche die Fahrbahndecke der wolgograder Brücke auszuhalten hatte? Nein? Also dann!
Warum wurde dann das – nach unseren Vorstellungen - völlig irreale Ereignis als interessantes Kuriosum aufgefaßt und hat nicht zu ernsthaften Folgen geführt?
Das findet in meinem Verstand nun überhaupt keinen Platz. Die Leute sind bereit zu glauben, daß in der Regierung der VSA Außerirdische sitzen, und beachten nicht das Ereignis, welches die Brücke hätte zum Einsturz bringen müssen, aber anstelle dessen sind sämtliche Grundlagen der modernen Wissenschaft eingestürzt... Allerdings haben nur ganz wenige Verdacht geschöpft...
Resonanz
Zuerst einige Zitate aus den Erörterungen des Ereignisses im Internet:
„Tesla hat keine eigene physikalische Theorie hinterlassen (zumindest ist bisher keine bekannt – d.Ü.), aber dies wohl vor allem deshalb, weil ihm alles sehr gut auch ohne eine solche klar war. Geblieben sind nur die Ergebnisse seiner unzähligen Experimente auf der Grundlage der Resonanz-Natur des Elektromagnetismus als Gesamtheit von Erscheinungen, die in einem kontinuierlichen natürlichen Äther-Medium vor sich gehen. Die von ihm zur eigenen Nutzung entdeckten und bis heute in vielem der restlichen Menschheit unverständlichen fundamentalen Gesetze der Physik hat er mit einer ungewöhnlichen Leichtigkeit und Weitsicht angewendet. Die Materie war für ihn eine Erscheinung resonanter Schwingungen dieses Mediums, welche er für sich mathematisch mit den Fourier-Transformationen beschrieb.
DIE RESONANZ HIELT ER FÜR DAS ALLGEMEINSTE GESETZ DER NATUR, und die Verbindung zwischen verschiedenen physikalischen Erscheinungen betrachtete er als Gesamtheit einfacher und komplexer elektromagnetischer resonanter Vibrationen physikalischer Elemente, Körper und Systeme. Er vermutete, daß man mit ihrer Hilfe sogar die fundamentalen Gesetze der Zeit und der Entfernung beeinflussen kann.“
(ob nun immer gleich von „fundamentalen Gesetzen“ geredet werden muß, wenn es um die Beschreibung von Ablauf-Mechanismen der natürlichen Vorgänge geht, sei dahingestellt; auf jeden Fall wäre eine solche Sichtweise das Ende aller „Teilchen“-Mythen: es gäbe nur noch Prozesse/Vorgänge in der Natur – d.Ü.)
Ein zweites Zitat:
….“ Eine Stahlbeton-Brücke schwankte und verbog sich! Und da braucht es keine mathematischen Formeln und wissenschaftlichen Theorien – das muß auf dem Makroniveau erklärt werden. Was haben wir da gesehen? Eine Resonanz-Erscheinung ist unter irdischen Bedingungen sehr leicht zu erreichen und das physikalische System (die Brücke) wird im Falle der Resonanz ZU EINEM GANZEN. Hat denn jemand mal darüber nachgedacht, daß die Betonpfeiler der Brücke sich wie Gummiteile mit einer meterweiten Amplitude verbogen haben, aber nach dem Beenden der ERSCHEINUNG ist nicht mal ein Riß verblieben – weder im Beton noch im Asphalt?
Nun






