{"id":68909,"date":"2021-07-21T21:55:35","date_gmt":"2021-07-21T18:55:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tart-aria.info\/?p=68909"},"modified":"2021-07-23T16:47:16","modified_gmt":"2021-07-23T13:47:16","slug":"wie-wurde-das-antike-schrifttum-vernichtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wie-wurde-das-antike-schrifttum-vernichtet\/","title":{"rendered":"Wie wurde das antike Schrifttum vernichtet?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><strong>Es ist paradox, aber die Menschheit wei\u00df so wenig von ihrer Vergangenheit! Die j\u00fcngste Vergangenheit wird zurechtgelogen, die \u00e4ltere wird verschwiegen, und die antike ist v\u00f6llig aus dem menschlichen Ged\u00e4chtnis ausgemerzt. Aber wie wurde so etwas m\u00f6glich? Die tausende Jahre w\u00e4hrende Geschichte der Menschheit wird von den Historikern als irgendetwas \u00e4hnlich einem Bild buchst\u00e4blich aus Mosaikst\u00fcckchen zusammengesetzt. Und praktisch geh\u00f6ren alle diese Mosaiksteinchen den Arch\u00e4ologen. Denn schriftliche Quellen sind praktisch nicht erhalten geblieben. Und das, was erhalten ist, bleibt ein Tropfen im Meer. Wir kennen unsere Vergangenheit nicht, uns ist unsere Geschichte unbekannt.<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wohin verschwanden die Kulturdenkm\u00e4ler, die schriftlichen Quellen \u2013 die Beweise f\u00fcr die Existenz einer antiken Zivilisation in jenen L\u00e4ndern, die von den in der Eitelkeit schwelgenden R\u00f6mern als \u201ebarbarisch\u201c bezeichnet worden waren? Schauen wir uns das mal an.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1. Kennen, nicht nur wissen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das erste, woran zu erinnern w\u00e4re, wenn wir \u00fcber antikes Schrifttum reden, ist die Tatsache, da\u00df unsere Vorfahren es nicht sonderlich eilig hatten, ihre Kenntnisse den \u201eB\u00fcchern\u201c mitzuteilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Ahnen konnten eindeutig schreiben. Wo immer eine bewu\u00dfte menschliche Gesellschaft entsteht, taucht auch ein Schrifttum auf; die Schrift als wichtigstes Kommunikationsmittel. Aber das eine ist es, Liebesbriefe zu schreiben oder ein Verzeichnis des Eigentums der Gemeinde zu erstellen; etwas andere ist es, altes Wissen und die Weisheit der Vorfahren weiterzugeben. Hier konnte kein Vertrauen in ein \"Buch\" bestehen - man kann es verbrennen. Die Weden wurden in m\u00fcndlicher Form weitergegeben, sie wurden auswendig gelernt, f\u00fcrs ganze Leben gemerkt, um sie den Nachkommen weiterzugeben. Deshalb f\u00fcrchtete die Kirche die Hexen! Denn diese hatten wahre Kenntnisse, sie wu\u00dften nicht nur was! Die antike Geschichte war eine Wedische, Kenntnisreiche!<br>Davon zeugen einige erhalten gebliebene Quellen. Caesar schrieb in seinen Erinnerungen \u00fcber die keltischen Druiden: \u201eSie halten es sogar <strong>f\u00fcr eine S\u00fcnde, diese (wedischen) Verse aufzuschreiben<\/strong>, wobei sie in fast allen anderen F\u00e4llen, gerade in gesellschaftlichen und privaten Aufzeichnungen, das griechische Alphabet verwenden. Mir scheint, da\u00df sie eine solche Ordnung aus zwei Gr\u00fcnden eingef\u00fchrt wurde: <strong>die Druiden wollen nicht, da\u00df ihre Lehre allgemein zug\u00e4nglich wird und da\u00df ihre Z\u00f6glinge sich zu sehr auf die Schrift verlassen und weniger Aufmerksamkeit der Kr\u00e4ftigung des Ged\u00e4chtnisses widmen<\/strong>...\u201c (Quelle: Caesar, Gajus Julius. Notizen zum gallischen Kriege, M., 1991. S. 112)<\/p>\n\n\n\n<p>Dasselbe erw\u00e4hnt Platon (einige Jahrhunderte fr\u00fcher) in seinen Erinnerungen \u00fcber seinen Lehrer Sokrates (469 \u2013 399 v.u.Z.). Sokrates rief dazu auf, die Schriftsprache zu \u201everabscheuen\u201c und die Benutzung des Schiefergriffels zu meiden. Er meinte auch, da\u00df das Schrifttum die Seele und das Ged\u00e4chtnis der Sch\u00fcler nicht trainiert. (Quelle: Zeitschrift \u201eHistoria\u201c, 7 \u2013 2018, S. 71).&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In der Ru\u00df wurden die alten Kenntnisse von Mund zu Mund \u00fcbermittelt, in Form von Liedern, Erz\u00e4hlungen, Sagen. Das \u00e4lteste Denkmal der wedischen Kultur, die indischen \u201eRigweden\u201c, die um 1500 v.u.Z. geschaffen wurden, wurden erst im fr\u00fchen Mittelalter aufgezeichnet (11. Jh.).<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Information f\u00fchrt zu dem Gedanken, da\u00df wichtige, wenn man so will sakrale, \u201ewissenschaftliche\u201c Informationen im Altertum in m\u00fcndlicher Form weitergegeben wurden. Hier ist zu wiederholen, da\u00df w\u00e4hrend die wedischen Kenntnisse von Mund zu Mund weitergegeben wurden, die Leute im Alltag miteinander schriftlich kommunizierten, sie signierten die pers\u00f6nlichen Hygienegegenst\u00e4nde, erstellten Handelsurkunden und, wie Caesar erinnerte, benutzten sie die Schrift f\u00fcr \u201e\u00f6ffentliche und private Aufzeichnungen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Interessant zu wissen:<\/strong> Im Jahre 1961 ver\u00f6ffentlichte der ungarische Ethnograf Sandor Erd\u00f6s einen interessanten Artikel: \u201eDas Weltbild des Lajos Ami, des M\u00e4rchenerz\u00e4hlers\u201c. Richtiger w\u00e4re Lajos Ami nicht als M\u00e4rchen-, sondern als Geschichtenerz\u00e4hler zu bezeichnen. Er wurde Ende des 19. Jahrhunderts in einer einfachen Bauernfamilie in \u00d6sterreich-Ungarn geboren. Eine Bildung konnte er nicht erhalten, er blieb Analphabet. Dabei verf\u00fcgte Lajos Ami \u00fcber ein <strong>erstaunliches, ph\u00e4nomenales Ged\u00e4chtnis<\/strong>. Er konnte Wort f\u00fcr Wort ein M\u00e4rchen oder eine Erz\u00e4hlung wiederholen, die er nur einmal vor Jahrzehnten geh\u00f6rt hatte. Nach seinen Worten schrieben die Folkloristen mehr als 250 Volksm\u00e4rchen und Legenden auf. <strong>Aber er war \u00fcberzeugt, da\u00df er keine M\u00e4rchen erz\u00e4hlt, sondern reale Ereignisse, die \u201evor langer Zeit, vor dem Jahre 1848\u201c stattgefunden hatten, da mit diesem Datum die Wunder auf der Erde, nach seiner Meinung, aufh\u00f6rten<\/strong>. Gem\u00e4\u00df diesen Kenntnissen ist das Universum im drei Welten aufgeteilt. Die Erde ist eine im Wasser schwimmende kolossale Scheibe. Keiner der Menschen ist seit 1848 mehr in der Lage, den Rand des Universums zu erreichen, wo Himmel und Erde sich begegnen. In die dritte, unterirdische Welt kann man durch ein spezielles Loch gelangen, das irgendwo sehr weit in Ru\u00dfland gelegen ist, aber wo genau, haben die Leute jetzt vergessen.<\/p><p>F\u00fcr uns sind aus dieser Geschichte vom ungarischen Geschichtenerz\u00e4hler zwei Dinge wichtig:<\/p><p>-- im Jahre 1848 geschah ein h\u00f6chst au\u00dfergew\u00f6hnliches Ereignis, das die menschliche Wahrnehmung der Welt ver\u00e4nderte!&nbsp;<\/p><p>-- Lajos Ami hatte ein ph\u00e4nomenales Ged\u00e4chtnis. Er konnte weder schreiben noch lesen! Aber er wu\u00dfte mehr als jedes beliebige Mitglied der Akademie der Wissenschaften! Lajos war ein Kennender, ohne es selbst zu ahnen.<\/p><p>(Quelle: Jewsjukow W.W. \u201eMythen \u00fcber das Universum\u201c. Nowosibirsk, Verlag \u201eNauka\u201c. 1988 <\/p><cite><a href=\"http:\/\/padaread.com\/?book=1884&amp;pg=2\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Buch \u201eMythen \u00fcber das Universum\u201c Jewsjukow W.W.<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Predstavlenija-o-mire-Lajosha-Ami-iz-knigi-V.V.-Evsjukov.-Mify-o-vselennoj.-Glava-V.-Stupeni-mirozdanija..png\"><img alt=\"Wie wurde das antike Schrifttum vernichtet? \u041e\u043b\u044c\u0433\u0430 \u0421\u0435\u043c\u0451\u043d\u043e\u0432\u0430-\u0420\u043e\u0442\u0442\u0435\u0440\u0434\u0430\u043c\"  loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Predstavlenija-o-mire-Lajosha-Ami-iz-knigi-V.V.-Evsjukov.-Mify-o-vselennoj.-Glava-V.-Stupeni-mirozdanija..png\"  class=\"wp-image-68538\" width=\"307\" height=\"355\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Predstavlenija-o-mire-Lajosha-Ami-iz-knigi-V.V.-Evsjukov.-Mify-o-vselennoj.-Glava-V.-Stupeni-mirozdanija..png 274w, https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Predstavlenija-o-mire-Lajosha-Ami-iz-knigi-V.V.-Evsjukov.-Mify-o-vselennoj.-Glava-V.-Stupeni-mirozdanija.-138x160.png 138w\" sizes=\"auto, (max-width: 307px) 100vw, 307px\" \/><\/a><figcaption>Weltvorstellung des Lajos Ami aus dem Buch von W.W. Jewsjukow \u201eMythen \u00fcber das Universum\u201c, Kapitel V. Stufen des Weltaufbaus.&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>2. Das Klima \u2013 matt oder Schach<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Bei der Vernichtung der Schriftdenkm\u00e4ler spielen, neben der \u201enat\u00fcrlichen\u201c <strong>Hinf\u00e4lligkeit<\/strong>, dem Alter und der F\u00e4ulnis, auch das <strong>Klima und Naturkatastrophen<\/strong> eine gro\u00dfe Rolle. Die schriftlichen Denkm\u00e4ler des Alten \u00c4gypten, Griechenlands und Roms sind vor allem dank des g\u00fcnstigen, trockenen Klimas erhalten geblieben. Die Zivilisationen des Mittelmeergebietes blieben ausschlie\u00dflich dank der Sonne und des trockenen Wetters erhalten und wurden \u201eherausragend\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die slawische Zivilisation entwickelte sich unter anderen klimatischen Kennwerten. Unser Hauptreichtum sind die W\u00e4lder. So wie die Griechen und R\u00f6mer aus Stein gebaut haben (die es bei ihnen im \u00dcberflu\u00df gibt), so haben unsereVorfahren <strong>\u00fcberall und bei allem die B\u00e4ume benutzt.<\/strong> Bei uns gibt es davon einen \u00dcberflu\u00df. Kaum jemand wei\u00df, da\u00df in der Ru\u00df in Sibirien <strong>bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ganze B\u00fccher auf Birkenrinde<\/strong> geschrieben wurden. (Drei Exemplare lagern zum Beispiel in der Handschriftenabteilung des Moskauer \u00d6ffentlichen und des Rumjanzew-Museums). Und im Tomsker Heimatmuseum lagert eine ganze Sammlung von B\u00fcchern, Niederschriften und Zeichnungen <strong>des 19. Jahrhunderts und Mitte des 20. Jahrhunderts<\/strong>, die von den Altbr\u00e4uchlern aus deren abgelegener Tomsker Siedlung auf Birkenrinde angefertigt sind. (Quelle: <a href=\"https:\/\/tv2.today\/TV2Old\/Beresta-vmesto-fleshki\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Birkenrinde statt USB-Stick \u2014 \u0410rchiv \u0422V2 \u2014 \u0410gentur \u0422V-2 \u2014 \u0430ktuelle Nachrichten in Tomsk heute <\/a>)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Berestjanaja-kniga-iz-Tomskogo-kraevedcheskogo-muzeja..jpg\"><img alt=\"Wie wurde das antike Schrifttum vernichtet? \u041e\u043b\u044c\u0433\u0430 \u0421\u0435\u043c\u0451\u043d\u043e\u0432\u0430-\u0420\u043e\u0442\u0442\u0435\u0440\u0434\u0430\u043c\"  loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"605\" height=\"353\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Berestjanaja-kniga-iz-Tomskogo-kraevedcheskogo-muzeja..jpg\"  class=\"wp-image-68544\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Berestjanaja-kniga-iz-Tomskogo-kraevedcheskogo-muzeja..jpg 605w, https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Berestjanaja-kniga-iz-Tomskogo-kraevedcheskogo-muzeja.-235x137.jpg 235w\" sizes=\"auto, (max-width: 605px) 100vw, 605px\" \/><\/a><figcaption>&nbsp;Ein Birkenrinde-Buch aus dem Tomsker Heimatmuseum.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Leider\u2026 Holz hat die Eigenschaft zu brennen, im Unterschied zum Stein, und ist daher leichter anzuz\u00fcnden und so k\u00f6nnen Kultur- und Schriftzeugnisse vernichtet werden. Was im Chaos der st\u00e4ndigen Kriege, in die die slawischen V\u00f6lker hineingezogen wurden, auch geschehen ist. Feuchtigkeit und Fr\u00f6ste haben nicht selten dem, was von den Kriegen und Naturgewalten verschont blieb, den Rest gegeben.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und hier in diesem Zusammenhang m\u00f6chte ich die Holl\u00e4nder erw\u00e4hnen, die sich fr\u00fcher \u00fcbrigens auch Slawen nannten (wie alte holl\u00e4ndische Chroniken best\u00e4tigen). (Quelle: \u041elga Semjonowa-Rotterdam, <a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/slavjane-predki-gollandcev\/\">Slawen sind die Vorfahren der Holl\u00e4nder. (tart-aria.info)<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Holl\u00e4nder haben, neben der schlimmen Feuchtigkeit, ein Unheil \u2013 \u00dcberschwemmungen. Sie sind eine wahre Gei\u00dfel der Niederlanden. Mit einer Wiederholrate von 150 \u2013 200 Jahren wurde nicht nur die fruchtbare Bodenschicht der dem Meer abgerungenen Landgebiete weggeschwemmt, sondern es wurden Menschenleben und Kulturg\u00fcter in den Ozean mit weggetragen. Die ganze Geschichte Hollands ist ein Kampf gegen die \u00dcberschwemmungen, der Bau von D\u00e4mmen, die Trockenlegung der Niederungen, die Einrichtung von Poldern. Ein Kampf nicht nur ums das Leben, sondern gegen den Tod, ein Kampf, den die Holl\u00e4nder mit gesetzm\u00e4\u00dfiger Regelm\u00e4\u00dfigkeit verloren. Die schlimmste \u00dcberschwemmung (von den im Ged\u00e4chtnis der Geschichte erhalten gebliebenen) geschah im Jahre 1280, als eine Sturmflut die D\u00e4mme zerst\u00f6rte, tief ins Landesinnere eindrang, einen Teil der Hafenst\u00e4dte zerst\u00f6rte und eine gro\u00dfe Meeresbucht, die Zuiderzee, anstelle eines fr\u00fcheren Binnensees entstand. Damals starben 50.000 Menschen. Im Ergebnis des Dammbruchs wurden 72 Ortschaften \u00fcberschwemmt, in denen etwa 10.000 Menschen starben.<br>Die letzte und schrecklichste \u00dcberschwemmung der neuesten Geschichte der Niederlanden geschah im Jahre 1953. Der Wasserstand stieg um 5 \u2013 6 Meter \u00fcber normal. Gleichzeitig hielten 50 D\u00e4mme nicht. Die tosenden Wasser verschluckten 133 Ortschaften, es starben 1853 Menschen.<br>Ich er\u00f6ffne euch ein \u201eschreckliches\u201c Geheimnis. Ungeachtet des ganzen Dammsystems reden die \u00f6rtlichen Fachleute davon, da\u00df Holland nach wie vor in Gefahr ist. Die Befestigungen sind verschlissen, und die neuen werden im Falle einer weiteren Naturkatastrophe kaum ausreichen...<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Navodnenie-v-Gollandii-v-1953-godu..jpg\"><img alt=\"Wie wurde das antike Schrifttum vernichtet? \u041e\u043b\u044c\u0433\u0430 \u0421\u0435\u043c\u0451\u043d\u043e\u0432\u0430-\u0420\u043e\u0442\u0442\u0435\u0440\u0434\u0430\u043c\"  loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"362\" height=\"279\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Navodnenie-v-Gollandii-v-1953-godu..jpg\"  class=\"wp-image-68549\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Navodnenie-v-Gollandii-v-1953-godu..jpg 362w, https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Navodnenie-v-Gollandii-v-1953-godu.-208x160.jpg 208w\" sizes=\"auto, (max-width: 362px) 100vw, 362px\" \/><\/a><figcaption>&nbsp;\u00dcberschwemmung in Holland im Jahre 1953.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wozu diese Einzelheiten? Unter \u00e4hnlichen Bedingungen ist es sehr schwer, materielle Werte vor den Naturgewalten zu retten, besonders wenn es B\u00fccher sind\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Die Alten hatten also wenig Zutrauen in das \u201ePapier\u201c, sie zogen es vor, sich etwas zu merken statt es aufzuschreiben. Die Naturgewalten hatten mit materiellen Werten kein Mitleid, sie vernichteten die Zeugnisse und das Wissen \u00fcber das Leben der Menschen. Aber das Schrifttum hat noch einen viel schlimmeren Feind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>3. Die schlimmste Bestie auf Erden ist der Mensch<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Die Schriftquellen sind in Br\u00e4nden umgekommen.<\/strong> Es brannten die Bibliotheken, die Speicher des Wissens. Sie brannten, weil <strong>sie angez\u00fcndet wurden<\/strong>. In 90% der F\u00e4lle wurden diese Br\u00e4nde gelegt, initiiert und inspiriert von konkreten Leuten. Wir denken wenig dar\u00fcber nach, aber jede Bibliothek ist eine riesige Sammlung von B\u00fcchern und Manuskripten, und ein gro\u00dfartiges Ziel f\u00fcr den Verbrecher. Ein Handgriff\/Streichholz, und der heilige Ort, wo die menschliche Geschichte versammelt ist, wird zu einem Haufen Asche.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 146 v.u.Z. brannte der <strong>r\u00f6mische<\/strong> Heerf\u00fchrer Publius Cornelius Karthago bis auf die Grundmauern nieder und ordnete an, den Boden dreimal zu pfl\u00fcgen und Salz in die Furchen zu streuen, damit aus diesem Boden nie wieder etwas sprie\u00dfen w\u00fcrde. Die gro\u00dfe <strong>Bibliothek von Karthago<\/strong> (mit etwa 500 Tausend Schriftrollen) versank in den Flammen des Feuers. Diese \u00e4lteste Bibliothek wurde von den R\u00f6mern zerst\u00f6rt!<\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong>Bibliothek von Alexandria<\/strong> war eine der gr\u00f6\u00dften Bibliotheken der Antike, die im \u00e4gyptischen Alexandria im III. Jh. v.u.Z. - IV. Jh. u.Z. existierte. Im Jahre 48 mischte sich <strong>Caesar<\/strong> in den Machtkampf zwischen Kleopatra und ihrem Bruder Ptolem\u00e4us ein. Im Ergebnis der Kampfhandlungen geriet die Bibliothek in Brand, ein gro\u00dfer Teil des Schriftfonds verbrannte.<br>Im Jahre 273, nach den n\u00e4chsten milit\u00e4rischen Aktionen in \u00c4gypten, wurde unter dem <strong>r\u00f6mischen<\/strong> Kaiser Aurelian die Bibliothek von Alexandria endg\u00fcltig zerst\u00f6rt. Wieder hatten die R\u00f6mer ihre Hand im Spiel beim Verschwinden einer antiken Bibliothek...<\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong>Pergamonbibliothek<\/strong> war nach der Bibliothek von Alexandria die zweite bedeutende Bibliothek der Antike. Sie befand sich in der Stadt Pergamon, in Anatolien, an der Westk\u00fcste Kleinasiens. Nach Zeugnis des Plutarch wurden dort etwa 200 Tausend B\u00fccher gelagert. Gem\u00e4\u00df diesem Philosophen wurde die Existenz der Bibliothek von Pergamon durch den R\u00f6mer <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marcus_Antonius\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Marcus Antonius<\/a> beendet. Wi\u00dft ihr, was er getan hat? Er schenkte Kleopatra alle 200 Tausend B\u00fccher f\u00fcr die Bibliothek von Alexandria - als Hochzeitsgeschenk...<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/bib.jpg\"><img alt=\"Wie wurde das antike Schrifttum vernichtet? \u041e\u043b\u044c\u0433\u0430 \u0421\u0435\u043c\u0451\u043d\u043e\u0432\u0430-\u0420\u043e\u0442\u0442\u0435\u0440\u0434\u0430\u043c\"  loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/bib.jpg\"  class=\"wp-image-68554\" width=\"404\" height=\"452\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/bib.jpg 1429w, https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/bib-750x840.jpg 750w, https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/bib-143x160.jpg 143w, https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/bib-1372x1536.jpg 1372w\" sizes=\"auto, (max-width: 404px) 100vw, 404px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Bibliothek des Imperators in Konstantinopel ist die letzte der gro\u00dfen Bibliotheken der Antike und eine der gr\u00f6\u00dften Bibliotheken im mittelalterlichen Europa. Lange nach der Zerst\u00f6rung der gro\u00dfen Bibliothek von Alexandria und anderer antiker Bibliotheken bewahrte sie das von den antiken Vorfahren angesammelte Wissen. Im Jahr 473 u.Z. verbrannte sie infolge Brandstiftung, und mit ihr verbrannten 120 Tausend B\u00e4nde. Denkt euch nur mal in diese Zahlen hinein! Wieviel Wissen ging da verloren! Danach erfolgte die Pl\u00fcnderung Konstantinopels durch die Teilnehmer des Vierten Kreuzzuges fanatischer Katholiken im Jahre 1204, die der Handschriftensammlung einen neuen irreparablen Schaden zuf\u00fcgte. Dennoch existierte die Bibliothek noch einige Zeit weiter, aber sie verschwand zusammen mit dem Fall von Konstantinopel im Jahre 1453. Die Stadt und ihre Bewohner, die Christen, hofften bis zuletzt auf die <strong>Hilfe des Vatikans<\/strong> im Kampf gegen die Moslems. Aber der Vatikan wollte nicht helfen, er hatte direkt entgegengesetzte Ziele. Der Vatikan zerst\u00f6rte Konkurrenten durch die H\u00e4nde der Muslime. Die Bibliothek wurde von t\u00fcrkischen Truppen gepl\u00fcndert, und ihre Reste wurden in verschiedene europ\u00e4ische Sammlungen verstreut. Schon wieder die Lateiner? Es ist wahr: <strong>\"Wo Rom ist, da ist Rauch\"<\/strong>!<\/p>\n\n\n\n<p>In der vaterl\u00e4ndischen Geschichte sind zwei schreckliche Br\u00e4nde bekannt, die einzigartige Schriftquellen vernichtet haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Jahr 1812. Moskau brennt<\/strong>. Bis heute k\u00f6nnen Historiker die Frage nicht beantworten: Wer war der Initiator dieses Feuers, und wer hat davon profitiert?<br>Moskau brennt, und mit ihm auch die Mussin-Puschkin-Bibliothek mit ihrer einzigartigen Sammlung antiker Chroniken und Schriftquellen. In diesem Feuer verbrannte das einzige Original-Exemplar des \u201eWort \u00fcber das Regiment Igors\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein in seinen Folgen ungeheuerlicher Brand geschah schon in unserer Zeit, im Januar 2015 brannte es in der <a href=\"http:\/\/inion.ru\/ru\/english\/about\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><strong>INION<\/strong><\/a><strong>-Bibliothek<\/strong> in Moskau. Es wurden mehr als 2,32 Millionen einmaliger B\u00fccher, wissenschaftlicher und historischer Dokumente zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts vernichtet. Nach vorl\u00e4ufigen Sch\u00e4tzungen gingen im Ergebnis des Brandes 30% der Bibliotheksbest\u00e4nde verloren. Und da sagt man uns sicher nicht alles...<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Hinweis:<\/strong> Etwas abseits stehen zwei heimische Bibliotheken, die es angeblich gibt (gab), die aber tats\u00e4chlich nicht existierten.Von ihnen haben alle geh\u00f6rt, aber niemand hat sie gesehen.<\/p><p><strong>Die Bibliothek von Jaroslaw dem Weisen <\/strong>\u2014 eine legend\u00e4re Sammlung von B\u00fcchern und Dokumenten, die dem Kiewer Gro\u00dff\u00fcrsten Jaroslaw dem Weisen geh\u00f6rte. Aufbewahrt wurde sie wahrscheinlich in der Sophienkathedrale in Kiew. Im Jahre 1073 in der \u201ePowest vergangener Jahre\u201c wird eine gro\u00dfe Dokumentensammlung erw\u00e4hnt: \u201e<em>Jaroslaw liebt die B\u00fccher und viele hat er kopiert und in der Kirche der Heiligen Sophia gesammelt, die er selbst geschaffen hat<\/em>\u201c. Bekannt ist, da\u00df der F\u00fcrst Swjatoslaw Dawidowitsch von Tschernigow, ein Urenkel von Jaroslaw, im Jahre 1106 die Bibliothek dem Kloster der Sophienkathedrale vermacht hat.<\/p><p><strong>Die Bibliothek von Iwan dem Bedrohlichen<\/strong> \u2013 noch eine legend\u00e4re Sammlung von B\u00fcchern und Dokumenten, die zuletzt dem Zaren Iwan IV. dem Bedrohlichen geh\u00f6rt hatte. Man vermutet, da\u00df sie verloren ging oder vom Bedrohlichen versteckt wurde. So oder so, wir haben diese Bibliotheken nicht und das darin aufbewahrten Wissen und uns nicht zug\u00e4nglich\/verloren.<\/p><p>Also, Bibliotheken in der ganzen Welt. Zu damaligen Zeiten riesige Bibliotheken! Uralte Handschriften, Rollen, B\u00fccher wurden sorgf\u00e4ltig gesammelt, gekauft, f\u00fcr die Nachkommen abgeschrieben und \u2026 verbrannt, damit ebenjenen Nachkommen nichts als Erbe \u00fcbrigbleibt. Nun, ganz nach dem russischen Sprichwort: \u201eDie einen vereine und belebe, die anderen teile und beherrsche\u201c.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>4. Vergrabene Bibliotheken<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Als absolutes Wunder kann man die Tatsache ansehen, da\u00df es <strong>bis in unsere Tage erhalten gebliebene welt\u00e4lteste Bibliotheken gibt<\/strong>. Stellt euch vor, das ist so. Dies sind \u201eT\u00f6nerne\u201c Bibliotheken.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Zeiten des babylonischen Reiches und der Reiche Mesopotamiens waren die Latiner sozusagen noch nicht auf der historischen B\u00fchne. Vielleicht sind dank dieser Tatsache die alten sumerischen Bibliotheken auf den t\u00f6nernen Tr\u00e4gern bis in unser Tage erhalten geblieben? Ist das ein Zufall oder eine Best\u00e4tigung des Offensichtlichen? Aber freut euch nicht zu sehr. Auch hier werden wir ver\u00e4ppelt und an der Nase herumgef\u00fchrt! Wie? Lest bitte, liebe Freunde, aufmerksam weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong>Bibliothek des K\u00f6nigs Assurbanipal von Babylon<\/strong>, die gr\u00f6\u00dfte erhaltene Bibliothek der antiken Welt und die \u00e4lteste bekannte Bibliothek, wurde 1864 im <strong>Irak<\/strong> gefunden. Man nimmt an, dass sie im Auftrag von K\u00f6nig <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/A%C5%A1%C5%A1ur-b%C4%81ni-apli\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Assurbanipal<\/a> (7. Jahrhundert v.u.Z.) \u00fcber 25 Jahre hinweg in der assyrischen Hauptstadt Ninive zusammengestellt wurde. Sie diente auch als Staatsarchiv. Der von Arch\u00e4ologen gefundene Teil der Bibliothek besteht aus 25.000 Tontafeln mit Keilschrifttexten. Es ist wichtig anzumerken, dass keine Aufzeichnungen \u00fcber die Tafeln gef\u00fchrt wurden, als sie aus den Tr\u00fcmmern geborgen wurden. Die Tafeln befinden sich (Achtung!) im Britischen Museum. Verdoppeln wir die Aufmerksamkeit: noch immer arbeiten Wissenschaftler daran, die einzelnen Fragmente zu sortieren, zu katalogisieren und die Texte zu entziffern. Unglaublich! Es ist 155 Jahre her! Und sie sortieren immer noch die Bibliothek von Ninive!? Wi\u00dft ihr, wie viele solcher Bibliotheken im Nahen Osten gefunden wurden? Lest weiter und ihr werdet erstaunt sein. Aber auch das ist noch nicht alles!<br>Verdreifachen wir die Aufmerksamkeit: das Britische Museum ist dabei, zusammen mit irakischen Gelehrten eine Museums-Bibliothek <strong>im Irak<\/strong> aufzubauen, wo <strong>Reproduktionen (!?)<\/strong> der originalen T\u00e4felchen ausgestellt werden sollen! Denkt euch mal da hinein! Nein, sie geben nicht die Originale zur\u00fcck, sie \u201eschenken\u201c den Ureinwohnern Kopien!!! Wer wird auf die Bibel\/den Koran schw\u00f6ren, da\u00df auch <strong>alle<\/strong> T\u00e4felchen \u201ekopiert\u201c wurden? Seid ihr \u00fcberzeugt, da\u00df die Kopien zu 100% <strong>identisch<\/strong> mit den Originalen sein werden? Und warum behalten sie die Kopien nicht f\u00fcr sich?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sehen wir uns noch andere von den Arch\u00e4ologen im Nahen Osten aufgefundene Bibliotheken an. Im Jahre 1877 wurde in <strong>Basra (wieder Irak)<\/strong> unter Sandschichten in aus Ziegeln gemauerten unterirdischen Galerien ein antikes Archiv gefunden: 30.000 (!) Tont\u00e4felchen der alten Sumerer lagen in Reihen auf Regalen. Das gr\u00f6\u00dfte jemals aufgefundene Archiv wurde im Tempel des Sonnengottes Schamasch in der Stadt Sippar (heute Abu Habba, <strong>Irak<\/strong>). Arch\u00e4ologen fanden mehr als 60.000 Fragmente - insgesamt etwa 30.000 Texte. Das Archiv soll aus der Zeit von 625 - 486 v.u.Z. stammen. Eine weitere gro\u00dfe Sammlung wurde in Nippur (dem heutigen Nuffar, <strong>Irak<\/strong>) gefunden. Die Angaben variieren von 12.000 bis 100.000 Tafeln (die Zahl von 40.000 wird meistens genannt, aber es wird nicht spezifiziert, ob es sich dabei um Fragmente oder ganze Texte handelt), aber zweifellos waren es tats\u00e4chlich viele. Die Funde wurden auf 2500 v.u.Z. datiert. (Quelle: <a href=\"https:\/\/www.livelib.ru\/readers-blog\/post\/23851-tysyachi-let-nazad-drevnie-biblioteki-i-arhivy-mesopotamii\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Vor 1000 Jahren: Antike Bibliotheken und Archive Mesopotamiens \u2013 livelib.ru<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>Gehen wir weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Ausgrabungen nahe der Stadt Ebla (unweit von Aleppo, in Syrien) im Jahre 1975 wurde eine der gr\u00f6\u00dften je in Syrien aufgefundenen Archive entdeckt: 17.000 Tont\u00e4felchen mit Texten des&nbsp; XXV\u2014XXIII Jahrhunderts v.u.Z. Die Entdeckung des k\u00f6niglichen Archivs war eine echte Sensation, denn darin waren die unterschiedlichsten Daten enthalten: \u00fcber Hofangelegenheiten, historische Chroniken, Berichte \u00fcber Kriegsfeldz\u00fcge, Abkommen und Vereinbarungen, Beschreibungen gekaufter und verkaufter Waren, Schriftwechsel zwischen den Beamten und Regierungsstellen, literarische Werke. Das Entziffern der Texte ist bis heute im Gange, schon fast 55 Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist f\u00fcr uns wichtig, aus all diesen Informationen zu entnehmen? Nicht genug zu wissen, man mu\u00df auch zwischen den Zeilen lesen k\u00f6nnen, das was wir nicht erkennen sollen.<br>- Ich habe oben nur die gr\u00f6\u00dften arch\u00e4ologischen Funde, mit einer betr\u00e4chtlichen Menge des \"Bibliotheksumfangs\"angef\u00fchrt. Interessant ist, dass die Angaben \u00fcber die Anzahl der Tafeln, Texte und Fragmente sehr unterschiedlich sind. Es ist nicht klar, wie viele davon tats\u00e4chlich gefunden wurden... Dies wird absichtlich gemacht, um den Durchschnittsb\u00fcrger zu verwirren. Es wird der Begriff \"viel\" eingef\u00fchrt, aber wie viel ist nicht seine Sache. Je weniger man wei\u00df, desto besser schl\u00e4ft man.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Arhiv-v-Jeble-Sirija..jpg\"><img alt=\"Wie wurde das antike Schrifttum vernichtet? \u041e\u043b\u044c\u0433\u0430 \u0421\u0435\u043c\u0451\u043d\u043e\u0432\u0430-\u0420\u043e\u0442\u0442\u0435\u0440\u0434\u0430\u043c\"  loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"602\" height=\"371\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Arhiv-v-Jeble-Sirija..jpg\"  class=\"wp-image-68560\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Arhiv-v-Jeble-Sirija..jpg 602w, https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Arhiv-v-Jeble-Sirija.-235x145.jpg 235w\" sizes=\"auto, (max-width: 602px) 100vw, 602px\" \/><\/a><figcaption>Das Archiv in Ebla, Syrien.&nbsp;<br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>-- Gut. La\u00dft uns versuchen, dennoch zu berechnen, was denn \u201eviel\u201c ist. Als Basis nehmen wir die ganzen T\u00e4felchen\/Fragmente. Z\u00e4hlen wir die oben genannten Daten zusammen. Nach den sehr sehr n\u00e4herungsweisen Berechnungen erhalten wir: 157.000 T\u00e4felchen! Die Briten entziffern schon 155 Jahre lang ihre 25.000 Fragmente, und hier sind es 157.000. Da werden wir wohl in diesem Jahrhundert keine Informationen aus diesen Bibliotheken erhalten...<\/p>\n\n\n\n<p>-- Hieraus folgt die n\u00e4chste Frage: w\u00e4re es nicht einfacher, 2 \u2013 3 Studienjahre talentierte Geschichtsstudenten anzuheuern, ihnen die antike Sprache beizubringen und innerhalb von ein paar Jahrzehnten alle diese T\u00e4felchen zu lesen? Oh nein! Denn auf diesen T\u00e4felchen sind 100%ig wichtige universelle Informationen enthalten, die der Normalb\u00fcrger nicht wissen darf \u2013 das ist gef\u00e4hrlich. Pl\u00f6tzlich f\u00e4ngt er an nachzudenken! Und noch schlimmer: Kenntnis zu entwickeln! Die T\u00e4felchen enthalten nicht nur Berichte \u00fcber die Palastangelegenheiten, sondern auch geheimes Wissen, das nach manches Meinung nur einem sehr engen Kreis von Leuten zug\u00e4nglich sein darf.<\/p>\n\n\n\n<p>-- Die Engl\u00e4nder haben \u00fcberhaupt die Bibliothek des K\u00f6nigs Assurbanipal gestohlen.<\/p>\n\n\n\n<p>-- Und wo kann man die bereits fertiggestellten \u00dcbersetzungen nachlesen oder studieren? Naja, ein paar Tausend T\u00e4felchen wird man ja wohl inzwischen \u00fcbertragen haben... Uns wird eingeredet, da\u00df die T\u00e4felchen vor allem verschiedene Verzeichnisse sind, dienstliche Mitschriften, Rechnungen, Archivdaten, juristische Dokumente, und noch religi\u00f6se Texte und Literaturwerke. Und au\u00dfer dem Poem \u00fcber den gro\u00dfen Helden Gilgamesch, den Herrscher Assurbanipal und die sagenhaften Annunaki sind die sonstigen Informationen f\u00fcr den Normalmenschen uninteressant. Nein, man l\u00fcgt uns nicht an. Man sagt uns einfach nichts. Ich wiederhole: Je weniger man wei\u00df, desto besser schl\u00e4ft man.<\/p>\n\n\n\n<p>-- Nun, liebe Freunde, ist euch schon aufgefallen, in welchen L\u00e4ndern die Ausgrabungen der antiken Bibliotheken stattgefunden haben? Glaubt ihr immernoch, da\u00df die \u201eLatiner\u201c im <strong>Irak<\/strong> nach todbringenden Waffen gesucht haben? Und in <strong>Syrien<\/strong> \u201egef\u00e4llt ihnen das Regime nicht\u201c? Und den <strong>Iran<\/strong> \u201em\u00f6gen\u201c sie einfach nicht? Sehr interessant sind in diesem Zusammenhang die Nachforschungen der Regisseurin Galina Zarjowa <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cmUBSSsumGs\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">in ihrem Film \u201eDie Verschw\u00f6rung gegen Gott\u201c<\/a> (wer den ganzen Film nicht sehen mag, hier ein Auszug: \u201e<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Ak_IRk7xu8Y\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Was haben sie in den Museen des Irak gesucht?\u201c<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/RisunArhiv-v-Jeble-Sirija.-2.jpg\"><img alt=\"Wie wurde das antike Schrifttum vernichtet? \u041e\u043b\u044c\u0433\u0430 \u0421\u0435\u043c\u0451\u043d\u043e\u0432\u0430-\u0420\u043e\u0442\u0442\u0435\u0440\u0434\u0430\u043c\"  loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"602\" height=\"307\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/RisunArhiv-v-Jeble-Sirija.-2.jpg\"  class=\"wp-image-68565\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/RisunArhiv-v-Jeble-Sirija.-2.jpg 602w, https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/RisunArhiv-v-Jeble-Sirija.-2-235x120.jpg 235w\" sizes=\"auto, (max-width: 602px) 100vw, 602px\" \/><\/a><figcaption>Archiv in Ebla, Syrien<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><u><strong>Schlu\u00dffolgerung<\/strong>: <\/u><\/strong><u>als Schlu\u00dffolgerung dr\u00e4ngt sich diese auf: wenn die Bibliothek nicht verbrannt oder versteckt wurde, sondern aufgefunden und\/oder ausgegraben, dann ist noch nicht gesagt, da\u00df die einfachen Sterblichen den Zugang zu dem in den Schrifts\u00e4tzen enthaltenen Wissen bekommen werden.<\/u><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>5. Zugang f\u00fcr Unzuverl\u00e4ssige streng verboten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Ein Brillant in unserer Bibliotheken-Untersuchung ist zweifellos die <strong>Vatikanische apostolische Bibliothek<\/strong>. Von diesem Ort wei\u00df jeder, aber kaum einer ist auch dort gewesen. Denn Bibliothek bedeutet nicht \u201eLesesaal\u201c, nein, das ist ein \u201eB\u00fccherlager\u201c. In Bibliotheken wurden die B\u00fccher aufbewahrt und\/oder vor den Augen Unberechtigter <strong>versteckt<\/strong>. Zumindest die Vatikan-Bibliothek tut dieses. In das Allerheiligste k\u00f6nnen nur zuverl\u00e4ssige \u201eGelehrte\u201c gelangen, nach speziellen Anfragen, die deren Interesse begr\u00fcnden. Und (Achtung!) pro Tag d\u00fcrfen die Bibliothek nicht mehr als 150 Fachleute besuchen. Ist das viel oder wenig? Das ist sehr wenig. Denn die verf\u00fcgbaren Quellen z\u00e4hlt man zu einigen Tausend. (und das <strong>neben<\/strong> dem <strong>Geheimarchiv<\/strong>, in das der Zutritt f\u00fcr Normalsterbliche <strong>kategorisch untersagt<\/strong> ist!) Wenn man also 150 Leute pro Tag dort einl\u00e4\u00dft, werden die Quellen auch in einigen Hundert Jahren nicht alle durchgelesen sein. Warum ist dieser Ort derart geheim, was lagert in den Regalen und Kellern der Vatikan-Bibliothek?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bibliothek, gegr\u00fcndet im 15. Jahrhundert, z\u00e4hlt heute 1.600.000 gedruckte B\u00fccher, 150.000 Handschriften, 8.300 uralte gedruckte B\u00fccher (vor 1501), mehr als 100.000 Gravuren und geografische Karten. Der Beginn der Sammlung der Vatikan-Bibliothek erfolgte im 4. Jahrhundert, die Sammlung der Handschriften aus Europa und dem Osten wurde st\u00e4ndig erweitert, dank den Initiativen der P\u00e4pste <strong>zum Aufkauf und\/oder anderen Formen des Erwerbs der Artefakte<\/strong>.<br>So wurde zum Beispiel ein gewisser Grammatiker <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Enoch_von_Ascoli\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Alberto Enoch d'Ascoli<\/a>, (Mitte des 15. Jahrhunderts) auf die Suche nach \u00fcberlieferten Sammlungen der Imperator-Bibliothek von Konstantinopel geschickt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im 17. Jahrhundert wurde die Tradition geboren, private und k\u00f6nigliche Sammlungen in die Vatikanische Bibliothek zu \u00fcberf\u00fchren. Die <strong>Palatinische Bibliothek<\/strong> (oder \"<strong>Pf\u00e4lzische Bibliothek<\/strong>\") in der Stadt Heidelberg war mit rund 5.000 gedruckten B\u00fcchern und 3.524 Handschriften eine der bedeutendsten Bibliotheken der Renaissance-Epoche in Deutschland. Viele der B\u00fccher wurden w\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges (im Jahre 1622) besch\u00e4digt oder gepl\u00fcndert. Was intakt blieb, wurde dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gregor_XV.\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Papst Gregor XV<\/a>. \"als Zeichen der Ergebenheit und des Respekts\" \u00fcberreicht. Die B\u00fccher wurden auf 200 Maultieren \u00fcber die Alpen nach Rom geschafft. Seit dem Jahr 1623 war die Bibliothek vollst\u00e4ndig in die Vatikanische Bibliothek integriert. Keiner sonst wei\u00df mehr etwas \u00fcber diese B\u00fccher...&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Im Jahre 1657 wurde unter Papst Alexander VII. die sogenannte <strong>Urbinische Bibliothek<\/strong> aus Urbino in den Vatikan \u00fcbertragen; es handelte sich um eine reichhaltige Sammlung von Renaissance-Handschriften (1767 Texte in Latein, 165 in Griechisch, 128 in Hebr\u00e4isch und Arabisch).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter. Im Jahre 1715 wurde von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Clemens_XI.\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Papst Clemens XI.<\/a> eine Expedition nach Syrien und \u00c4gypten organisiert. In zwei Jahren von deren T\u00e4tigkeit in den Kl\u00f6stern der nitrischen W\u00fcste, in Kairo, Damaskus und im Libanon wurden etwa 150 wertvolle Manuskripte gesammelt (<strong>abgekauft\/gestohlen<\/strong>), welche die Sammlung der Vatikanischen Bibliothek bereicherten.<br>Papst Clemens XIII. f\u00fcgte die gesamte Sammlung der Gebr\u00fcder Assemani hinzu, die u.a. 202 syrisch-chald\u00e4ische, 180 arabische und 6 t\u00fcrkische Manuskripte umfasste. Im Jahr 1855 wurde der Bestand der Bibliothek durch die vom Grafen Chiconiara erworbene B\u00fcchersammlung und die 1445 Handschriften von Kardinal <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Angelo_Mai\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Angelo Mai<\/a>, dem ehemaligen Oberkustos der Vatikanischen Bibliothek (1819-1854), erweitert. Und so weiter und so fort. (Quelle: Wikipedia).<br>Eine Vielzahl weiterer privater (und nicht ganz privater) Bibliotheken ging in die Schatzkammer des Vatikans ein. Alles, was auch nur den geringsten Wert hatte, wurde mitgenommen. Leider sind Geld und Einflu\u00df dem Vatikan nicht zu nehmen. Diese gab es, gibt es und wird es geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das oben Gesagte kann man mit folgenden Worten verallgemeinern: praktisch alle Informationen \u00fcber unsere antike Vergangenheit, die nicht in Bibliotheksbr\u00e4nden und den Feuern der Inquisition verbrannt sind, werden heute in Rom aufbewahrt. Nicht alles ist zerst\u00f6rt worden. Aber lassen Sie sich nicht t\u00e4uschen. Wir\/ihr werden\/t nie <strong>mehr<\/strong> wissen d\u00fcrfen, als den Puppenspielern der Welt n\u00fctzt. Ich \u00fcbertreibe sicherlich ein wenig und hyperbolisiere die Fakten... Aber mein Gedankengang ist wohl verst\u00e4ndlich.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Interessant<\/strong>: die <strong>Villa der Papyrusse<\/strong>, eine luxuri\u00f6se r\u00f6mische Landvilla, die zusammen mit dem Ort Herculaneum beim Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 unter einer Ascheschicht begraben wurde, wurde Ende der 1740er Jahre entdeckt. Die beeindruckendste Entdeckung der Villa ist die einzigartige Privatbibliothek (die einzige erhaltene Bibliothek aus der Antike), bestehend aus 1800 Papyrusrollen mit Texten in griechischer Sprache, die in K\u00f6rben gestapelt waren. Die Schriftrollen (jener Teil, der entziffert wurde) enthalten haupts\u00e4chlich die Schriften von <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Philodemus\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Philodemus<\/a>, aber auch von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Caecilius_Statius\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Caecilius Statius<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chrysippos_von_Soloi\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Chrysippus<\/a>, Colotus von Lampsacus, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Epikur\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Epikur<\/a> und seinen Sch\u00fclern <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lukrez\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Lucretius<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Metrodoros_von_Lampsakos_(Anaxagoreer)\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Metrodorus von Lampsacus<\/a> und <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Polystratus_the_Epicurean\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Polystratus<\/a>. (Quelle: Wikipedia). Die Schriftrollen werden derzeit mit Hilfe von multizonalen Bildaufnahmen erforscht, aber der Inhalt von etwa der H\u00e4lfte der Schriftrollen bleibt immernoch verborgen...<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Odin-iz-svitkov-s-Villy-papirusov..jpg\"><img alt=\"Wie wurde das antike Schrifttum vernichtet? \u041e\u043b\u044c\u0433\u0430 \u0421\u0435\u043c\u0451\u043d\u043e\u0432\u0430-\u0420\u043e\u0442\u0442\u0435\u0440\u0434\u0430\u043c\"  loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Odin-iz-svitkov-s-Villy-papirusov..jpg\"  class=\"wp-image-68570\" width=\"336\" height=\"357\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Odin-iz-svitkov-s-Villy-papirusov..jpg 259w, https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Odin-iz-svitkov-s-Villy-papirusov.-151x160.jpg 151w\" sizes=\"auto, (max-width: 336px) 100vw, 336px\" \/><\/a><figcaption>Eine der Rollen aus der Papyrus-Villa.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>6. Die Zensur: eine Erfindung der Kirche?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong><u>\u0418\u043d\u0442\u0435\u0440\u0435\u0441\u043d\u043e<\/u><\/strong>: <strong>\u0412\u0438\u043b\u043b\u0430 \u041f\u0430\u043f\u0438\u0440\u0443\u0441\u043e\u0432 <\/strong>\u2014 \u0440\u043e\u0441\u043a\u043e\u0448\u043d\u0430\u044f \u0434\u0440\u0435\u0432\u043d\u0435\u0440\u0438\u043c\u0441\u043a\u0430\u044f \u0437\u0430\u0433\u043e\u0440\u043e\u0434\u043d\u0430\u044f \u0432\u0438\u043b\u043b\u0430 , \u043f\u043e\u0433\u0440\u0435\u0431\u0451\u043d\u043d\u0430\u044f \u043f\u043e\u0434 \u0441\u043b\u043e\u0435\u043c \u043f\u0435\u043f\u043b\u0430 \u0432\u043c\u0435\u0441\u0442\u0435 \u0441 \u0413\u0435\u0440\u043a\u0443\u043b\u0430\u043d\u0443\u043c\u043e\u043c \u043f\u0440\u0438 \u0438\u0437\u0432\u0435\u0440\u0436\u0435\u043d\u0438\u0438 \u0412\u0438\u0437\u0443\u0432\u0438\u044f \u0432 79 \u0433\u043e\u0434\u0443, \u0431\u044b\u043b\u0430 \u043e\u0442\u043a\u0440\u044b\u0442\u0430 \u0432 \u043a\u043e\u043d\u0446\u0435 1740-\u0445 \u0433\u043e\u0434\u043e\u0432. \u041d\u0430\u0438\u0431\u043e\u043b\u0435\u0435 \u0432\u043f\u0435\u0447\u0430\u0442\u043b\u044f\u044e\u0449\u0438\u043c \u043e\u0442\u043a\u0440\u044b\u0442\u0438\u0435\u043c \u0432\u0438\u043b\u043b\u044b \u044f\u0432\u043b\u044f\u0435\u0442\u0441\u044f \u0443\u043d\u0438\u043a\u0430\u043b\u044c\u043d\u0430\u044f \u0447\u0430\u0441\u0442\u043d\u0430\u044f \u0431\u0438\u0431\u043b\u0438\u043e\u0442\u0435\u043a\u0430 (\u0435\u0434\u0438\u043d\u0441\u0442\u0432\u0435\u043d\u043d\u0430\u044f \u0441\u043e\u0445\u0440\u0430\u043d\u0438\u0432\u0448\u0430\u044f\u0441\u044f \u0431\u0438\u0431\u043b\u0438\u043e\u0442\u0435\u043a\u0430 \u0432\u0440\u0435\u043c\u0451\u043d \u0430\u043d\u0442\u0438\u0447\u043d\u043e\u0441\u0442\u0438), \u0441\u043e\u0441\u0442\u043e\u044f\u0449\u0430\u044f \u0438\u0437 1800 \u0441\u0432\u0438\u0442\u043a\u043e\u0432 \u043f\u0430\u043f\u0438\u0440\u0443\u0441\u043e\u0432 \u0441 \u0442\u0435\u043a\u0441\u0442\u0430\u043c\u0438 \u043d\u0430 \u0433\u0440\u0435\u0447\u0435\u0441\u043a\u043e\u043c, \u043a\u043e\u0442\u043e\u0440\u044b\u0435 \u0431\u044b\u043b\u0438 \u0441\u043b\u043e\u0436\u0435\u043d\u044b \u0432 \u043a\u043e\u0440\u0437\u0438\u043d\u0430\u0445. \u0421\u0432\u0438\u0442\u043a\u0438 (\u0442\u0430 \u0447\u0430\u0441\u0442\u044c, \u043a\u043e\u0442\u043e\u0440\u0430\u044f \u0440\u0430\u0441\u0448\u0438\u0444\u0440\u043e\u0432\u0430\u043d\u0430) \u0441\u043e\u0434\u0435\u0440\u0436\u0430\u0442 \u043f\u0440\u0435\u0438\u043c\u0443\u0449\u0435\u0441\u0442\u0432\u0435\u043d\u043d\u043e \u0441\u043e\u0447\u0438\u043d\u0435\u043d\u0438\u044f <a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%A4%D0%B8%D0%BB%D0%BE%D0%B4%D0%B5%D0%BC\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u0424\u0438\u043b\u043e\u0434\u0435\u043c\u0430<\/a>, \u0430 \u0442\u0430\u043a\u0436\u0435 <a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/w\/index.php?title=%D0%A6%D0%B5%D1%86%D0%B8%D0%BB%D0%B8%D0%B9_%D0%A1%D1%82%D0%B0%D1%86%D0%B8%D0%B9&amp;action=edit&amp;redlink=1\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u0426\u0435\u0446\u0438\u043b\u0438\u044f \u0421\u0442\u0430\u0446\u0438\u044f<\/a>, <a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%A5%D1%80%D0%B8%D1%81%D0%B8%D0%BF%D0%BF\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u0425\u0440\u0438\u0441\u0438\u043f\u043f\u0430<\/a>, <a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%9A%D0%BE%D0%BB%D0%BE%D1%82_%D0%B8%D0%B7_%D0%9B%D0%B0%D0%BC%D0%BF%D1%81%D0%B0%D0%BA%D0%B0\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u041a\u043e\u043b\u043e\u0442\u0430 \u0438\u0437 \u041b\u0430\u043c\u043f\u0441\u0430\u043a\u0430<\/a>, <a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%AD%D0%BF%D0%B8%D0%BA%D1%83%D1%80\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u042d\u043f\u0438\u043a\u0443\u0440\u0430<\/a> \u0438 \u0435\u0433\u043e \u0443\u0447\u0435\u043d\u0438\u043a\u043e\u0432 <a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%9B%D1%83%D0%BA%D1%80%D0%B5%D1%86%D0%B8%D0%B9\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u041b\u0443\u043a\u0440\u0435\u0446\u0438\u044f<\/a>, <a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%9C%D0%B5%D1%82%D1%80%D0%BE%D0%B4%D0%BE%D1%80_%D0%B8%D0%B7_%D0%9B%D0%B0%D0%BC%D0%BF%D1%81%D0%B0%D0%BA%D0%B0_(%D0%BC%D0%BB%D0%B0%D0%B4%D1%88%D0%B8%D0%B9)\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u041c\u0435\u0442\u0440\u043e\u0434\u043e\u0440\u0430 \u0438\u0437 \u041b\u0430\u043c\u043f\u0441\u0430\u043a\u0430<\/a>, <a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%9F%D0%BE%D0%BB%D0%B8%D1%81%D1%82%D1%80%D0%B0%D1%82\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u041f\u043e\u043b\u0438\u0441\u0442\u0440\u0430\u0442\u0430<\/a>. (\u0418\u0441\u0442\u043e\u0447\u043d\u0438\u043a: \u0412\u0438\u043a\u0438\u043f\u0435\u0434\u0438\u044f). \u0412 \u043d\u0430\u0441\u0442\u043e\u044f\u0449\u0435\u0435 \u0432\u0440\u0435\u043c\u044f \u0438\u0441\u0441\u043b\u0435\u0434\u043e\u0432\u0430\u043d\u0438\u0435 \u0441\u0432\u0438\u0442\u043a\u043e\u0432 \u0432\u0435\u0434\u0451\u0442\u0441\u044f \u0441 \u043f\u043e\u043c\u043e\u0449\u044c\u044e <a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%9C%D0%BD%D0%BE%D0%B3%D0%BE%D0%B7%D0%BE%D0%BD%D0%B0%D0%BB%D1%8C%D0%BD%D0%B0%D1%8F_%D1%81%D1%8A%D1%91%D0%BC%D0%BA%D0%B0\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u043c\u043d\u043e\u0433\u043e\u0437\u043e\u043d\u0430\u043b\u044c\u043d\u043e\u0439 \u0441\u044a\u0451\u043c\u043a\u0438<\/a>, \u043d\u043e \u0441\u043e\u0434\u0435\u0440\u0436\u0430\u043d\u0438\u0435 \u043e\u043a\u043e\u043b\u043e \u043f\u043e\u043b\u043e\u0432\u0438\u043d\u044b \u0438\u0437 \u043d\u0438\u0445 \u0432\u0441\u0451 \u0435\u0449\u0451 \u043e\u0441\u0442\u0430\u0451\u0442\u0441\u044f \u0441\u043e\u043a\u0440\u044b\u0442\u044b\u043c\u2026<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Oben wurde beschrieben, wie Kultursch\u00e4tze und schriftliche Quellen zerst\u00f6rt und\/oder absichtlich, zielgerichtet versteckt wurden<\/strong>. Gerade weil viele B\u00fccher und Artefakte eine Gefahr f\u00fcr die etablierte r\u00f6misch-katholische Mentalit\u00e4t und die pseudochristliche Ideologie darstellten, wurden sie gef\u00fcrchtet und vernichtet. Der Zweck davon war, jedes Andersdenken zu verbieten, alle Werte und das Wissen der vorr\u00f6mischen Zeit zu vergessen, den Geist der wedischen Kultur zu zerst\u00f6ren. Eine Verhinderung jeglichen Andersdenkens durch die totale Zensur! Die Zensur ist die Waffe der Lateiner. Das Verbrennen unpassender B\u00fccher ist die primitivste Form der Zensur.<\/p>\n\n\n\n<p>Und hier ist der Beweis daf\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht mein Ziel, \u00fcber alle F\u00e4lle von <strong>B\u00fccherverbrennung<\/strong> zu berichten, die in den letzten zweitausend Jahren stattgefunden haben. Wichtig f\u00fcr uns ist <strong>der Trend<\/strong>, der darauf hinweist, dass antikes Wissen, Schriften und schriftliche Quellen entfernt und zerst\u00f6rt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Einer der \"Initiatoren\" der B\u00fccherverbrennung waren die Vertreter der ersten \u00d6kumenischen Konzilien. So veranlasste Kaiser Konstantin im Jahr 321 die Verbrennung arianischer B\u00fccher, die das \u00d6kumenische Konzil f\u00fcr \"ketzerisch\" erkl\u00e4rt hatte. Es ist bekannt, dass Nikons Anh\u00e4nger B\u00fccher und Ikonen der Altbr\u00e4uchlichen verbrannten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1284 erscheint in der russischen Sammlung kirchlicher und weltlicher Gesetze, dem sogenannten \u201eSteuermanns-Buch\", folgende Anweisung: Wenn jemand ketzerische Schriften beh\u00e4lt und an ihre Wirkung glaubt, soll er und alle Ketzer verdammt sein, und diese B\u00fccher sollen auf seinem Kopf verbrannt werden. (Quelle: <a href=\"https:\/\/azbyka.ru\/otechnik\/pravila\/kormchaja-kniga-1650-g\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">azbyka.ru<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>Von 1145 bis Mitte des 14. Jahrhunderts vernichtete die r\u00f6misch-katholische Kirche die Gesellschaft der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Katharer\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Katharer<\/a> (ein anderer Name ist Albigenser), die eine andere Auffassung von Jesus und dem Christentum im Allgemeinen hatten. Zusammen mit den Katharern wurden auch ihre B\u00fccher verbrannt. Im Jahr 1415 verbrannten sie den Tschechen Jan Hus und seine B\u00fccher. In der Mitte des 15. Jahrhunderts werden die B\u00fccher Martin Luthers verbrannt. Im Jahr 1600 werden Giordano Bruno und seine B\u00fccher auf dem Scheiterhaufen der Inquisition verbrannt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Jahre 494 stellte Papst Gelasius die erste Liste verbotener B\u00fccher auf.<\/strong> (hier und nachfolgend ist die Quelle: Lebedew A.P. \"Die Geschichte der verbotenen B\u00fccher im Westen. Der italienische Klerus in der Epoche des Mittelalters: Studien zur Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit.\" St. Petersburg. Oleg Abyshko Publishing House, 2005).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Jahr 1526 verh\u00e4ngte die Inquisition eine strenge Zensur, welche die Vernichtung aller \"ketzerischen\" B\u00fccher verlangte<\/strong>. Seit 1559 (unter Papst Paul IV.) wurde regelm\u00e4\u00dfig <strong>der Index verbotener B\u00fccher<\/strong> ver\u00f6ffentlicht. Die Bibliotheken wurden anhand der Indizes gr\u00fcndlich <strong>durchsucht und \u00fcberpr\u00fcft<\/strong>... Die Scheiterhaufen loderten wieder. Und was nicht verbrannt wurde, wanderte in die Geheimfonds der Bibliotheken von Paris, des Vatikans und fr\u00fcher auch Konstantinopels.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Erfindung des Buchdrucks begann die kirchliche Obrigkeit, den B\u00fcchern verst\u00e4rkt Aufmerksamkeit zu schenken. <strong>Die Lateiner f\u00fchren offiziell den Begriff der \"Zensur\" ein!<\/strong> Papst Leo X. erl\u00e4sst eine Bulle im Namen des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/F%C3%BCnftes_Laterankonzil\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Laterankonzils vom 3. Mai 1515<\/a>. Darin hie\u00df es unter anderem: \"Von nun an und f\u00fcr alle Zeiten soll es niemand mehr wagen, in unserer Stadt oder in irgendeiner anderen Stadt ein Buch oder ein Werk zu drucken, wenn es <strong>nicht vorher in Rom<\/strong> von unserem Vikar oder Magister sacri Palatii und in anderen St\u00e4dten vom Bischof oder einer vom Bischof beauftragten erfahrenen Person <strong>genehmigt<\/strong> worden ist. Wer diesem Befehl zuwiderhandelt, dessen Buch wird <strong>konfisziert<\/strong> und feierlich <strong>verbrannt<\/strong>, er wird mit einer <strong>Geldstrafe<\/strong> von 100 Dukaten und mit einem Jahr <strong>Druckverbot<\/strong> belegt und <strong>exkommuniziert<\/strong>; und wenn er darauf besteht, wird er von seinem Bischof oder unserem Vikar so streng <strong>bestraft<\/strong>, dass andere, die dieses Beispiel sehen, nicht wagen werden, dasselbe zu tun.\" Zensur und <strong>totale Kontrolle<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Kontrol-literatury-duhovnym-licom-i-sozhzhenie-knig.-Miniatjura-iz-ispanskoj-knigi-1099-g.-Biblioteka-Madrida..jpg\"><img alt=\"Wie wurde das antike Schrifttum vernichtet? \u041e\u043b\u044c\u0433\u0430 \u0421\u0435\u043c\u0451\u043d\u043e\u0432\u0430-\u0420\u043e\u0442\u0442\u0435\u0440\u0434\u0430\u043c\"  loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Kontrol-literatury-duhovnym-licom-i-sozhzhenie-knig.-Miniatjura-iz-ispanskoj-knigi-1099-g.-Biblioteka-Madrida..jpg\"  class=\"wp-image-68575\" width=\"553\" height=\"376\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Kontrol-literatury-duhovnym-licom-i-sozhzhenie-knig.-Miniatjura-iz-ispanskoj-knigi-1099-g.-Biblioteka-Madrida..jpg 458w, https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/Kontrol-literatury-duhovnym-licom-i-sozhzhenie-knig.-Miniatjura-iz-ispanskoj-knigi-1099-g.-Biblioteka-Madrida.-235x160.jpg 235w\" sizes=\"auto, (max-width: 553px) 100vw, 553px\" \/><\/a><figcaption>Kontrolle der Literatur durch einen Geistlichen und B\u00fccherverbrennung. Miniatur aus einem spanischen Buch des Jahres 1099, Madrider Bibliothek.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der katholische Fanatiker, Jesuit und Schurke <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Diego_de_Landa\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Diego de Landa<\/a> <strong>verbrennt alle B\u00fccher der Maya<\/strong> unter dem Vorwand, dass alles, was in ihnen geschrieben steht, eine teuflische L\u00fcge und ein Vorurteil sei (nur 4 Maya-Manuskripte blieben erhalten). Ein anderer Jesuit, Schurke und Fanatiker, <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Juan_de_Zum%C3%A1rraga\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Juan de Zumarraga<\/a>, tut dasgleiche mit den <strong>B\u00fcchern der Azteken<\/strong>. Zeugen berichten, dass auf dem Hauptplatz von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tlatelolco\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Tlatelolco<\/a> mehrere Tage und N\u00e4chte lang das B\u00fccher-Feuer brannte. Gl\u00fccklicherweise \u00fcberstanden ein paar Dutzend Manuskripte die Zerst\u00f6rung.<br>Nun sagen Sie mir, <strong>wer ist hier der Barbar<\/strong>, in jenem Verst\u00e4ndnis und der Bedeutung, die uns die Lateiner zu dem Wort auferlegt haben? Erinnern Sie sich an das Kindersprichwort, das heute neues Leben gewonnen hat: \"Wer andere so benennt, der hei\u00dft selbst so\"!<br>Hier sind einige interessante Fakten aus dem Leben des \"aufgekl\u00e4rten\" Sp\u00e4tmittelalters am Beispiel von Holland. Im Jahr 1549 wurde gefordert, dass die Buchh\u00e4ndler des Landes innerhalb von acht Tagen alle ketzerischen B\u00fccher herausgeben, und Privatpersonen diese selbst verbrennen sollten. Die Quellen jener Zeit sprechen von sehr h\u00e4ufigen und enormen B\u00fccherverbrennungen, von deren Beschlagnahmung usw. In der gleichen Gesetzgebung finden wir folgende Definitionen: wenn ein Buch kirchliche Themen behandelt, muss es vorher gepr\u00fcft und vom Bischof oder seinem Beauftragten genehmigt werden; alle anderen B\u00fccher m\u00fcssen eine k\u00f6nigliche Genehmigung haben; wer diese Bestimmung nicht beachtet, dem soll <strong>auf dem Schafott mit einem hei\u00dfen Eisen ein Zeichen in Form eines Kreuzes eingebrannt, oder ein Auge ausgestochen oder sein Arm abgehackt werden, je nachdem, was der Richter anordnet<\/strong>. (Anmerkung des Autors: Und diese Menschen dr\u00e4ngen uns heute ihre Mentalit\u00e4t und ihre \"Tugenden\" auf?...)<br>In der gleichen Gesetzgebung gab es auch solche Festlegungen: Buchlager mussten mindestens zweimal im Jahr kontrolliert werden; aus dem Ausland versandte Buchpakete durften nur in Anwesenheit von Beamten ge\u00f6ffnet werden. Niemand konnte ohne Erlaubnis eine Druckerei er\u00f6ffnen oder mit dem Verkauf von B\u00fcchern beginnen. Zensur. Die Drucker mussten schw\u00f6ren, dass sie nichts ohne Genehmigung drucken w\u00fcrden. Au\u00dfer den Buchh\u00e4ndlern, die eine Erlaubnis erhalten hatten, hatte niemand das Recht, B\u00fccher zu verkaufen, auch wenn es sich um Gebetb\u00fccher, Sammlungen von Kirchenliedern und Kalender handelte, weder an der Kirchent\u00fcr noch an anderen Orten. Im Jahr 1526 wurde der Buchh\u00e4ndler Franz Birkmann in Antwerpen wegen des Verkaufs des sechsten Bandes der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johannes_Chrysostomos\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Johannes-Chrysostomus<\/a>-\u00dcbersetzung von Ecolampadius vom Markgrafen inhaftiert.<br>Wer der Ketzerei f\u00fcr schuldig befunden wurde, und als solcher galt auch derjenige, der ein verbotenes Buch besa\u00df oder las, konnte sich beim ersten Mal vor den schweren Strafen retten, indem er der Verirrung abschwor; wollte er das aber nicht tun, <strong>wurden M\u00e4nner enthauptet und ihre K\u00f6pfe auf den Schandpfahl gesetzt, und Frauen wurden lebendig begraben<\/strong>; wurde jemand einmal bei der Ketzerei ertappt und schwor dem Irrtum ab, und wurde dann wieder der Ketzerei f\u00fcr schuldig befunden, <strong>wurde er lebendig verbrannt<\/strong>. (Quelle: Lebedev A. P. \u201eDie Geschichte der verbotenen B\u00fccher im Westen. Der italienische Klerus in einer der Epochen des Mittelalters: Studien zur Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit\u201c - St. Petersburg. Verlag Oleg Abyshko, 2005, S. 5-43).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/gorjashhie-knigi-1.jpg\"><img alt=\"Wie wurde das antike Schrifttum vernichtet? \u041e\u043b\u044c\u0433\u0430 \u0421\u0435\u043c\u0451\u043d\u043e\u0432\u0430-\u0420\u043e\u0442\u0442\u0435\u0440\u0434\u0430\u043c\"  loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/gorjashhie-knigi-1.jpg\"  class=\"wp-image-68581\" width=\"528\" height=\"296\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/gorjashhie-knigi-1.jpg 410w, https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/olga-rotterdam\/gorjashhie-knigi-1-235x132.jpg 235w\" sizes=\"auto, (max-width: 528px) 100vw, 528px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>\u041e tempora, o mores!!!<\/p>\n\n\n\n<p>Aber B\u00fccher brannten auch im 19. und 20. Jahrhundert weiter im Feuer der Fanatiker, und sie schwelen weiter im 21. Jahrhundert. Aus all dem m\u00fcssen wir f\u00fcr uns die Hauptsache ableiten - \"<strong>Handschriften brennen<\/strong>\"!!! Schriftliche Quellen werden vernichtet, damit sie, Gott bewahre, nicht die Geheimnisse der Existenz einer anderen entwickelten Zivilisation in den L\u00e4ndern ganz Europas enth\u00fcllen. Wenn ich mir gedanklich vorstelle, wie viele erstaunliche, unbezahlbare Sch\u00e4tze des Wissens und der Schrift in den von kriminellen Puppenspielern und religi\u00f6sen Fanatikern organisierten Feuern verbrannt worden sind, laufen mir Schauer des Entsetzens \u00fcber den R\u00fccken und mein Herz verkrampft sich vor Groll...<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anmerkung<\/strong>: \"Jemand\" nahm die \"Landkarte\" der Geschichte und zerschnitt sie in kleine St\u00fccke. Einige der Schnipsel versteckte er unter dem Teppich und den Rest verteilte er im Zimmer. Einige St\u00fccke sind hinter das Sofa gefallen, einige sind mit dem Kinderspielzeug vermischt, aber die meisten St\u00fccke liegen durcheinander auf dem Boden. Unsere Aufgabe ist es, das Versteckte zu finden, Ordnung im Zimmer zu machen und das Puzzle zu einem Ganzen zusammenzuf\u00fcgen. Wir m\u00fcssen aus den verstreuten, aber authentischen Informationen ein echtes Puzzle der Geschichte zusammensetzen. Dazu m\u00fcssen wir lernen, zwischen den Zeilen zu lesen, das richtige Wissen aus Archivquellen zu extrahieren, <strong>Fremdsprachen zu lernen, um unsere eigene, slawische Kultur und Geschichte verteidigen zu k\u00f6nnen<\/strong>. Wir haben die Verpflichtung, aus diesen R\u00e4tseln die echte \"Landkarte\" der Welt zusammenzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p><br><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist paradox, aber die Menschheit wei\u00df so wenig von ihrer Vergangenheit! Die j\u00fcngste Vergangenheit wird zurechtgelogen, die \u00e4ltere wird verschwiegen, und die antike ist v\u00f6llig aus dem menschlichen Ged\u00e4chtnis ausgemerzt. Aber wie wurde so etwas m\u00f6glich? Die tausende Jahre w\u00e4hrende Geschichte der Menschheit wird von den Historikern als irgendetwas \u00e4hnlich einem Bild buchst\u00e4blich aus [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":93,"featured_media":68590,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[569],"tags":[],"series":[],"class_list":{"0":"post-68909","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-weltgeschichte"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68909","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/93"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68909"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68909\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/68590"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68909"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68909"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68909"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/series?post=68909"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}