{"id":42642,"date":"2018-06-28T14:30:36","date_gmt":"2018-06-28T11:30:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tart-aria.info\/?p=42642"},"modified":"2018-07-03T14:12:50","modified_gmt":"2018-07-03T11:12:50","slug":"die-logistische-theorie-der-zivilisation-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/die-logistische-theorie-der-zivilisation-2\/","title":{"rendered":"Die Logistische Theorie der Zivilisation. Teil 2 \u201c\u00dcber die Rolle des Transports per Wasser\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Ohne sich in die Details der Logistischen Theorie der Zivilisation zu vertiefen, die<a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/library\/logistis\/\"> ausf\u00fchrlich im Buch beschrieben<\/a> ist, konzentrieren wir unsere Aufmerksamkeit auf eine der Schlu\u00dffolgerungen daraus, welche uns erlaubt, die historischen Ereignisse zu rekonstruieren.<br \/>\nEinerseits ist das Grundprinzip meiner Methodik sehr einfach: die Simulation der Verbreitung der Zivilisation \u00fcber die Verbindungswege.<br \/>\nAndererseits befinden wir uns etwa in der Situation wie in jenem alten Witz, wo der eine Student unmittelbar vor der Pr\u00fcfung in Anatomie zum anderen sagt: \u201eSo, nun erz\u00e4hl mir doch kurz mal vom kleinen und gro\u00dfen Blutkreislauf.\u201c<br \/>\nDas moderne Welt-Transportsystem ist in seiner Komplexit\u00e4t dem Blutkreislauf des Menschen \u00e4hnlich, wenn man auch die Kapillaren mit ber\u00fccksichtigt:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/813788355.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" td-modal-image alignnone\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/813788355.jpg\" alt=\"\u0442\u0440\u0430\u043d\u0441\u043f\u043e\u0440\u0442 \u043c\u0438\u0440\u0430\" width=\"800\" height=\"466\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Im Blutkreislauf des Menschen sind <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">blau<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> die Venen und <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">rot<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> die Arterien eingezeichnet; auf der Karte der Welt-Transporte sind <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">rot<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> die St\u00e4dte bezeichnet und <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">blau<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> die Seewege, <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">gr\u00fcn<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> ist das Landwegenetz und <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">wei\u00df<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> der Lufttransport, unter Ber\u00fccksichtigung der Intensit\u00e4t der Transporte.<\/span><\/p>\n<h2><b>Das ABC: vom Allgemeinen zum Einzelnen und vom Einfachen zum Komplexen<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bevor wir uns an sehr komplexe Transportsysteme mit einer gro\u00dfen Vielzahl von Ressourcen\/Waren, die in unterschiedlichste Richtungen zu verbringen sind, heranmachen, sollten erstmal etwas einfachere Prozesse betrachtet werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dabei wird unsere Aufgabe dadurch erleichtert, da\u00df seit Urzeiten und bis zur 2. H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts, d.h. vor der massenhaften Verbreitung der Eisenbahnen, die einzige rentable Transportart die Verbringung auf dem Wasser war \u2013 Seefahrt und Flu\u00dfschiffahrt, was auf alten Karten sehr gut \u00a0zu bemerken ist:<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/tartar\/456329530.jpg\" rel=\"attachment wp-att-6607\"><img alt=\"Die Logistische Theorie der Zivilisation. Teil 2 \u201c\u00dcber die Rolle des Transports per Wasser\u201c \u0418\u0433\u043e\u0440\u044c \u0428\u043a\u0443\u0440\u0438\u043d\"  loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6607\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/tartar\/456329530.jpg\"  width=\"800\" height=\"715\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/tartar\/456329530.jpg 800w, https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/tartar\/456329530-750x670.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p><i><span style=\"font-weight: 400;\">Auf der von Mercator erstellten Europa-Karte sind die Fl\u00fcsse als Hauptkommunikationswege hervorgehoben<\/span><\/i><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Rekonstruktion der antiken Seewege ist eine h\u00f6chst komplizierte Aufgabe, daher konzentrieren wir uns zu Beginn auf die Seeh\u00e4fen als \u201eEingangstore zum Land\u201c.<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Und die Fl\u00fcsse als die nat\u00fcrlichen Wasserwege des Altertums kann man auf physischen Karten finden und auf dieser objektiven Grundlage Schritt f\u00fcr Schritt die Verbreitung der Zivilisation in der Welt rekonstruieren.<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Man mu\u00df nur wissen, wie das zu tun ist. Und dann kann das jeder selbst...<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Eine Theorie ist nicht ein Allheilmittel oder Dogma, sondern Anleitung zum Handeln. Und die \u00dcbung macht den Meister usw.<\/span><\/p>\n<p><i><span style=\"font-weight: 400;\">St\u00e4dte bilden sich als Umschlagpl\u00e4tze an den Wegen der Gewinnung, der Produktion, der Verteilung und des Verbrauches der Ressourcen. In verschiedenen historischen Zeitr\u00e4umen waren die erforderlichen Ressourcen und deren M\u00f6glichkeiten der Gewinnung verschieden, daher ist es am einfachsten, das historische Puzzle der Zivilisationen zusammenzulegen, in dem man die St\u00e4dte bez\u00fcglich der Verkehrswege untersucht, da so die logistische Kette der Bewegung der Ressourcen objektiv aufgebaut wird \u2013 so kommen wir der Zivilisation auf die Spur.<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\">Die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit der Theorie.<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\">Daher ist die praktische \u00dcberpr\u00fcfung der aus der Theorie folgenden Regeln am bequemsten mit der nicht so fernen Vergangenheit zu beginnen \u2013 der ersten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts, als der Wasserweg faktisch der Monopolist bei den rentablen Transportarten war und der die Flu\u00dfschiffahrt \u201et\u00f6tende\u201c Eisenbahntransport gerade erst geboren wurde.<\/span><\/i><\/p>\n<p><b>Regel Nr. 1<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> \u2014 wir schauen auf das Festland nur von der Seite des Meeres als des universellen Hauptwarenverteilers der auf dem Festland gewonnenen Ressourcen. Dies ist die wichtigste Bedingung f\u00fcr die richtige Sichtweise gem\u00e4\u00df den Erstzivilisatoren-Kolonisatoren.<\/span><\/p>\n<p><b>Regel Nr. 2<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> \u2014 wir suchen m\u00f6gliche Eingangstore der Zivilisation \u201ein das Land\u201c \u00fcber die Flu\u00dfm\u00fcndungen, gegen die Str\u00f6mung, und die Flu\u00dfbecken bedingen die baumartigen Logistik-Pl\u00e4ne der sich bildenden Strukturen der St\u00e4dte und Staaten.<\/span><\/p>\n<p><b>Regel Nr. 3<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> \u2014 im Ma\u00dfe des Vordringens entlang der Fl\u00fcsse \u201ein die Tiefe des Landes\u201c werden in der Entfernung eines Tagesmarsches \u201eSchritt f\u00fcr Schritt\u201c die St\u00e4dte als \u201eZivilisationsinseln\u201c gegr\u00fcndet, in erster Linie an den nat\u00fcrlichen und k\u00fcnstlich geschaffenen Flu\u00dfinseln; in jedem Falle wird ein Platz ausgesucht, der eine maximale Sicherheit gegen die Festlandsseite bietet.<\/span><\/p>\n<p><b>Regel Nr. 4<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> \u2013 die Entwicklung der Stadt h\u00e4ngt von der Wichtigkeit und dem Umfang der durch sie hindurchgehenden Ressourcen ab, d.h. wieviel davon aus dem kontrollierten Flu\u00dfbecken herbeistr\u00f6mt und was davon wie n\u00fctzlich ist; dazu ist es erforderlich, aufmerksam die Ressourcen-Grundlage der \u00d6rtlichkeit zu studieren, die vorhandenen Technologien zu deren Gewinnung und die im jeweiligen Zeitraum vorhandenen Bed\u00fcrfnisse, was schlie\u00dflich die Richtung des Vektors des Vordringens der Zivilisation bestimmt.<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Hieraus abgeleitet, ist es wichtig, sich die Hauptfunktionen der Stadt in einem konkreten Zeitraum vorzustellen \u2013 als Transit-Umschlagplatz, als Ressourcen-Lagerort, als Gewinnungs- oder Verbrauchs-Ort.<\/span><\/p>\n<p><b>Regel Nr. 5<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> \u2013 das Studium der Geschichte der Stadt in der Wechselwirkung mit anderen St\u00e4dten im logistischen Schema. Die St\u00e4dte, die flu\u00dfaufw\u00e4rts liegen, gewinnen n\u00fctzliche Ressourcen und verschiffen diese stromab, und somit kommen die Warenstr\u00f6me in jener Stadt zusammen, die an der M\u00fcndung (Trichterm\u00fcndung, Delta) des Flusses liegt. Die Ver\u00e4nderungen der Warenstr\u00f6me h\u00e4ngen von der Gewinnung neuer bzw. dem Versiegen alter Ressourcenquellen, von der Schaffung neuer bzw. dem Verschwinden fr\u00fcherer Transportwege, von der \u00c4nderung der Nachfrage nach den gewonnenen Ressourcen infolge des Auftauchens neuer Technologien und der \u00c4nderung der Markt-Konjunktur u.\u00e4. ab.<\/span><\/p>\n<h2><b>Bis hier kam die Zivilisation<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Erinnern wir uns an den klassischen Ausspruch \u201eendlich kam die Zivilisation auch hierher\u201c. Und versuchen wir, auf die einfachste Frage zu antworten: auf welchen <\/span><b>Wegen<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> kam die Zivilisation hierher?<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Es scheint doch offensichtlich zu sein, da\u00df ohne Wege auch keine Zivilisation kommen kann. Aber der moderne Mensch, verw\u00f6hnt durch die verschiedenen M\u00f6glichkeiten der Kommunikation, kann sich gar nicht mehr vorstellen, da\u00df etwa bis Mitte des 19. Jahrhunderts im gr\u00f6\u00dften Teil der Welt es keinerlei rentable Alternativen zum Transport auf dem Wasserweg gegeben hat. Der Landweg war nur Erg\u00e4nzung zum Wasserweg, auf dem k\u00fcrzesten Wege.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Anschaulich wird der prinzipielle Unterschied in der Effektivit\u00e4t zwischen dem Land- und dem Wasserweg f\u00fcr den Transport hier:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr die Verbringung eines Artilleriegesch\u00fctzes wurden 8 Pferde angespannt. Jedes Pferd fra\u00df t\u00e4glich 15 kg Futter, daher erforderte der Transport einer einzigen Kanone etwa 120 kg Futter jeden Tag allein f\u00fcr die Pferde \u2013 plus der Nahrung f\u00fcr die vier Treiber:<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/150889998.gif\" alt=\"\u043b\u043e\u0448\u0430\u0434\u0438 \u0446\u0443\u0433\u043e\u043c\" width=\"701\" height=\"136\" title=\"\"><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wenn man die Silhouette des Menschen betrachtet, der sich mit dem Stab abst\u00f6\u00dft, sind die Abmessungen der Barke so, da\u00df darin leicht zwei der oben genannten Kanonen Platz finden, d.h. eine Frau konnte per Wasserweg mehr transportieren als 16 Pferde per Land:<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/330964960.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" td-modal-image alignnone\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/330964960.jpg\" alt=\"1900 \u0431\u0443\u0440\u043b\u0430\u043a\u0438\" width=\"700\" height=\"506\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Sogar <\/span><b>gegen die Str\u00f6mung<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> der Wolga waren nur 10 Treidler (wie auf den ber\u00fchmten Bild von Ilja Repin zu sehen ist) erforderlich, um auf dem Flu\u00df ein Schiff mit einer Ladef\u00e4higkeit von bis zu 480 Tonnen voranzubringen \u2013 dies entspricht der maximalen Ladef\u00e4higkeit von 8 modernen Eisenbahnwaggons.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Tats\u00e4chlich wurde die \u00fcberwiegende Mehrheit der Waren in der Welt entlang der Str\u00f6mung der Fl\u00fcsse bewegt, was den Transport-Vorgang noch weiter vereinfachte. Die Flu\u00dfschiffe f\u00fcr die Stromab-Verbringung waren einmalige Bauten und wurden am Endpunkt ihrer Reise zu Bau- oder Brennholz verarbeitet. Die gr\u00f6\u00dften dieser Einmal-Schiffe hatten die Ladef\u00e4higkeit von bis zu 12 \u2013 13 Tausend Tonnen, was der maximalen Ladef\u00e4higkeit von \u00fcber 200 G\u00fcterwagen entspricht \u2013 drei vollwertige Eisenbahnz\u00fcge.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Vor dem Auftauchen der Eisenbahnen konnte ohne Flu\u00dfschiffahrt kein einziges Land sich industriell entwickeln. Deshalb gibt es das m\u00e4chtigste Netz von k\u00fcnstlichen Wasserwegen in drei L\u00e4ndern: Britannien, Frankreich und Deutschland.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ohne entwickeltes Transportsystem konnte prinzipiell \u00fcberhaupt kein Staat existieren. Es gen\u00fcgt ein Blick auf die Karte des r\u00f6mischen Imperiums, um sich davon zu \u00fcberzeugen, welche Rolle der Seeweg f\u00fcr die Sicherung des Zusammenhanges der Territorien gespielt hat:<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/Partition_of_the_Roman_Empire_in_395_AD.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" td-modal-image alignnone\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/Partition_of_the_Roman_Empire_in_395_AD.png\" alt=\"\u043a\u0430\u0440\u0442\u0430\" width=\"2052\" height=\"1414\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<h2><b>St\u00e4dte-Inseln<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">St\u00e4dte wurden nicht nur einfach auf dem Wasser gegr\u00fcndet, sondern vorz\u00fcglich auf fertigen Inseln der Meere und Fl\u00fcsse, oder, wenn es solche nicht gab, wurden passende Halbinseln und Kaps mit Hilfe von angelegten Kan\u00e4len in k\u00fcnstliche Inseln verwandelt, die zus\u00e4tzlich durch hohe Mauern vor den \u00f6rtlichen Bewohnern gesch\u00fctzt wurden.<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Da\u00df der Schutz der St\u00e4dte vor allem gegen Angriffe von der Landseite ausgerichtet war, ist auf vielen Karten der St\u00e4dte zu sehen \u2013 von Seiten des Meeres waren in der Regel keinerlei Mauern vorhanden.<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">(hier mu\u00df doch mal eingehakt werden: <\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\">warum sollte die \u00f6rtliche Bev\u00f6lkerung die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung gewesen sein? konnte sie nicht mit Booten von der Wasserseite her angreifen? warum konnten nicht gro\u00dfe wilde Tiere, wie z.B. Saurier, die landseitige Bedrohung gewesen sein?<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\">und wenn doch die \u00f6rtliche Bev\u00f6lkerung: wodurch hatten sich denn dann die Kolonisatoren den Unwillen jener \u00f6rtlichen Bev\u00f6lkerung zugezogen? Fragen, \u00fcber die der Autor einfach hinweggeht - d.\u00dc.)<\/span><\/i><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">In jedem Falle waren die St\u00e4dte urspr\u00fcnglich Inseln gewesen:<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana; font-size: small;\">\u00a0<\/span><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/737064975.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" td-modal-image alignnone\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/737064975.jpg\" alt=\"\u041f\u0430\u0440\u0438\u0436 \u043e\u0441\u0442\u0440\u043e\u0432 \u0421\u0438\u0442\u0435\" width=\"703\" height=\"534\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Insel Suites in der Seine, von der aus Paris seinen Anfang nahm<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/419331480.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" td-modal-image alignnone\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/419331480.jpg\" alt=\"\u0411\u0435\u0440\u043b\u0438\u043d\" width=\"700\" height=\"527\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Museumsinsel in der Spree, von der aus Berlin begann.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">St\u00e4dte vom \u201eKap\u201c-Typ unterschieden sich nicht wesentlich von den Insel-St\u00e4dten, als Beispiel am Zusammenflu\u00df von drei Fl\u00fcssen (Donau, Regen und Inn) die Stadt Passau:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana; font-size: small;\">\u00a0 \u00a0 <\/span><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/629460911.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" td-modal-image alignnone\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/629460911.jpg\" alt=\"\u041f\u0430\u0441\u0441\u0430\u0443\" width=\"700\" height=\"525\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Vom Standpunkt der Wasserwege waren die bedeutendsten St\u00e4dte jene, die an der Grenze zwischen Meer und Flu\u00df gelegen waren, d.h. St\u00e4dte an der M\u00fcndung eines Flusses und auf Inseln in den Flu\u00dfdeltas. Zu solchen geh\u00f6rt New York auf den Inseln des Hudson-Deltas; ebenso Sankt Petersburg auf den Newadelta-Inseln; ganz Holland, gelegen auf den Inseln des Deltas dreier wichtigster europ\u00e4ischer Fl\u00fcsse: Rhein, Maas und Schelde; New Orleans im Delta des Mississippi und die \u00e4lteste Stadt Frankreichs Marseille im Rhone-Delta.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Karte der schiffbaren Fl\u00fcsse Europas:<\/span><\/p>\n<p class=\"bl1\"><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/tartar\/483591962.gif\" rel=\"attachment wp-att-6605\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6605 size-full\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/tartar\/483591962.gif\" alt=\"\u043a\u0430\u0440\u0442\u0430\" width=\"2000\" height=\"1415\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/tartar\/483591962.gif 2000w, https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/tartar\/483591962-750x531.gif 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Letztendlich (oder urspr\u00fcnglich?) sind die drei gr\u00f6\u00dften Zivilisationen des Altertums in Deltas gelegen und in analogen Zwischenstromgebieten: im Nil-Delta das Antike \u00c4gypten, im Zwischenstromland von Tigris und Euphrat das Antike Babylon und im Zwischenstromland von Indus und Charappa die Indo-Charappische Zivilisation.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/824295961.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" td-modal-image alignnone\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/824295961.jpg\" alt=\"\u043a\u0430\u0440\u0442\u0430 \u0446\u0438\u0432\u0438\u043b\u0438\u0437\u0430\u0446\u0438\u0439 \u0434\u0440\u0435\u0432\u043d\u0435\u0433\u043e \u043c\u0438\u0440\u0430\" width=\"800\" height=\"585\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Je mehr wir uns in der Forschungen auf objektive Faktoren st\u00fctzen, desto besser bemerken wir die virtuellen Phantasien der Fabelschreiber und die Verschweige-Figuren der offiziellen Geschichtsschreibung. Deshalb sei nochmals wiederholt: f\u00fcr uns sind die Marker, die Richt- und St\u00fctzpunkte f\u00fcr die Wiederherstellung der Historie der Zivilisation die St\u00e4dte mit v\u00f6llig definierten geografischen Koordinaten, die Transport-Wege-\u201cB\u00e4ume\u201c unterschiedlichen Alters und verschiedener Erhaltensstufen.<\/span><\/p>\n<p><i><span style=\"font-weight: 400;\">Anmerkung des \u00dcbersetzers<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\">:<\/span><\/i><\/p>\n<p><i><span style=\"font-weight: 400;\">So interessant diese Darlegungen auch anfangs erscheinen m\u00f6gen: selbstverst\u00e4ndlich \u201ekrankt\u201c diese Theorie daran, da\u00df der Mensch ganz materialistisch als \u201esprechendes Tier\u201c betrachtet wird, der keinerlei \u201eh\u00f6here F\u00e4higkeiten\u201c des Informationsaustausches und der Fortbewegung kennt \u2013 das war mit ziemlicher Sicherheit in der nur wenig ferneren Vergangenheit anders, wo es sowohl \u201eTempel-Telefonie\u201c als auch \u201efreie elektrische Energie\u201c sowie \u201ePortale zu anderen Planeten\u201c bzw. \u201eZug\u00e4nge zu anderen Welten\u201c gegeben haben mag. <\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\">Wie es auch noch vor gar nicht langer Zeit eine hochentwickelte weltweit einheitliche Kultur gegeben hat, mit mehrst\u00f6ckigen Bauten, Wasserversorgung, Abwasserverarbeitung u.v.a.m.<\/span><\/i><\/p>\n<p><i><span style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr die Zeit des 18. und die erste H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts mag die Sichtweise des Autors bedingt zutreffen, denn nach den weltweiten Katastrophen in der 2. H\u00e4lfte des 17. Jahrhunderts waren die meisten wedischen Kenntnisse und F\u00e4higkeiten im wahrsten Sinne des Wortes \u201eversch\u00fctt gegangen\u201c: von der Sintflut, einer Schlammwelle \u00fcber den gr\u00f6\u00dften Teil Eurasiens, \u00fcberrollt.<\/span><\/i><\/p>\n<p><i><span style=\"font-weight: 400;\">Und auch die zugrundegelegte Evolutionstheorie mit dem \u201eKampf um das Dasein\u201c, der Konkurrenz und dem gegenseitigen Mi\u00dftrauen ist eher f\u00fcr die Eroberer unseres Planeten und deren Helfershelfer (oben richtig als \u201eKolonisatoren\u201c bezeichnet) zutreffend \u2013 f\u00fcr die urspr\u00fcngliche Menschheit mit ihrer vollst\u00e4ndig nat\u00fcrlichen Lebensweise d\u00fcrften sehr wahrscheinlich andere Kriterien bestimmend gewesen sein.<\/span><\/i><\/p>\n<p><i><span style=\"font-weight: 400;\">Auch der Begriff der Zivilisation ist inhaltlich zu hinterfragen: denn eine nat\u00fcrliche Kultur ist etwas v\u00f6llig anderes als eine primitive, auf k\u00fcnstlichen \u201eTechnologien\u201c beruhende \u201eZivilisation\u201c...<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\">Und die oben betrachtete k\u00fcnstliche Trennung von Herstellung und Verbrauch ist ebenso widernat\u00fcrlich, denn regelm\u00e4\u00dfig wird <\/span><\/i><b><i>\u00fcberall<\/i><\/b><i><span style=\"font-weight: 400;\"> \u201everbraucht\u201c, d.h. es sind \u00fcberall die Bed\u00fcrfnisse der dort lebenden Menschen zu befriedigen \u2013 gro\u00dfartige \u201eTransporte\u201c sind tats\u00e4chlich <\/span><\/i><b><i>nur dort<\/i><\/b><i><span style=\"font-weight: 400;\"> erforderlich, wo es parasit\u00e4re \u201eNur-Verbraucher\u201c gibt, die selbst nichts zu ihrer Bed\u00fcrfnisbefriedigung beitragen und deshalb auf solche Prozesse angewiesen sind. Und also diese initiieren, lenken und nutzen.<\/span><\/i><\/p>\n<p><i><span style=\"font-weight: 400;\">Die vorgestellten Gedanken gr\u00fcnden sich also \u2013 ohne da\u00df sich der Autor dar\u00fcber im Klaren ist \u2013 weitgehend auf die Betrachtungsweise der sozialen Parasiten.<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\">LH<\/span><\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ohne sich in die Details der Logistischen Theorie der Zivilisation zu vertiefen, die ausf\u00fchrlich im Buch beschrieben ist, konzentrieren wir unsere Aufmerksamkeit auf eine der Schlu\u00dffolgerungen daraus, welche uns erlaubt, die historischen Ereignisse zu rekonstruieren. Einerseits ist das Grundprinzip meiner Methodik sehr einfach: die Simulation der Verbreitung der Zivilisation \u00fcber die Verbindungswege. Andererseits befinden wir [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":18344,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[569],"tags":[596],"series":[],"class_list":{"0":"post-42642","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-weltgeschichte","8":"tag-die-logistische-zivilisations-theorie"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42642","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42642"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42642\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18344"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42642"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42642"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42642"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/wp-json\/wp\/v2\/series?post=42642"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}