{"id":35996,"date":"2018-02-27T15:45:50","date_gmt":"2018-02-27T12:45:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tart-aria.info\/?p=35996"},"modified":"2018-02-27T22:27:31","modified_gmt":"2018-02-27T19:27:31","slug":"der-ob-jenissej-kanal-ein-wasserweg-gro-tartariens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tart-aria.info\/de\/der-ob-jenissej-kanal-ein-wasserweg-gro-tartariens\/","title":{"rendered":"Der Ob-Jenissej-Kanal. Ein Wasserweg Gro\u00df-Tartariens"},"content":{"rendered":"<p>Wer sich auch nur ein wenig mit der offiziellen Geschichte der \u201eEntdeckung\u201c Sibiriens befa\u00dft hat, dem sind solche Paradoxa untergekommen, wie: wie sind die Abteilungen des\u00a0<a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%94%D1%83%D0%B1%D0%B5%D0%BD%D1%81%D0%BA%D0%B8%D0%B9,_%D0%90%D0%BD%D0%B4%D1%80%D0%B5%D0%B9_%D0%90%D0%BD%D1%83%D1%84%D1%80%D0%B8%D0%B5%D0%B2%D0%B8%D1%87\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">A. Dubenskij<\/a>\u00a0bis zum Flu\u00df Jenissej vorgedrungen?<br \/>\nUnd warum wurde die Stadt\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jenisseisk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Jenissejsk<\/a>, die weiter n\u00f6rdlich liegt, fr\u00fcher gegr\u00fcndet (1619) als Krasnyj Jar (1628)?<i>(Krasnyj Jar = w\u00f6rtlich: das sch\u00f6ne Steilufer, heute\u00a0<\/i><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krasnojarsk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Krasnojarsk<\/a><i>\u00a0\u2013 d.\u00dc.)<\/i><br \/>\nWarum konnten weitaus fr\u00fcher zuvor die Horden des Tschingis Khan auf dem Landwege bis nach Moskowien vordringen, aber die gesamte Nutzbarmachung Sibiriens erfolgte entlang der Fl\u00fcsse und Treidelrouten?\u00a0<i>(in Ermangelung von Motorkraft wurden fr\u00fcher die Handelsschiffe von Tieren oder auch Menschen stromaufw\u00e4rts gezogen \u2013 bekannt ist\u00a0<\/i><a href=\"https:\/\/the-artinspector.de\/galerie\/repin-die-wolgatreidler\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">das Gem\u00e4lde<\/a><i>\u00a0\u201eWolgatreidler\u201c von\u00a0<\/i><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ilja_Jefimowitsch_Repin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Ilja Repin<\/a><i>\u00a0\u2013 d.\u00dc.)<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/643px-Ob-Yenisei_Canal.svg_.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/643px-Ob-Yenisei_Canal.svg_.png\" alt=\"\u043a\u0430\u0440\u0442\u0430\" width=\"696\" height=\"648\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Mein \u0416\u0416-Freund bskamalov hatte die Version ge\u00e4u\u00dfert, da\u00df der Feldzug des\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jermak_Timofejewitsch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Jermak<\/a>\u00a0nach Sibirien ausschlie\u00dflich entlang der Wasserwege erfolgt war. Da gab es keinen einzigen\u00a0<i>(l\u00e4ngeren)<\/i>\u00a0Landwegs-Abschnitt. Die Gedanken sind ein wenig eigenartig formuliert, aber so liest es sich auch interessanter. Vor dem weiteren Lesen hier ist dessen Seite sehr zu empfehlen.<\/p>\n<p>Wenn man nur die Fortbewegung auf dem Wasser ber\u00fccksichtigt, dann kann man tats\u00e4chlich von der Wolga bis ins Kaspische Meer gelangen, und von dort entlang dem Ural-Flu\u00df bis zu den s\u00fcdlichen Bereichen der Ural-Berge.<br \/>\nWeiter mu\u00df man die Boote ein St\u00fcck \u00fcber Land bis zum Flu\u00df Tobol ziehen \u2013 so kommt man bis in die Fl\u00fcsse Irtysch und Ob. Aber weiter nach Osten, zum Jenissei geht es auch dem Wasserwege gar nicht.<br \/>\nDer dem Jenissej n\u00e4chstgelegenen Flu\u00df, der zum Ob hin Kontakt hat, ist der Flu\u00df Ketch.<\/p>\n<p>Das kann man auf der Karte verfolgen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/russia-1820.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" td-modal-image alignnone\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/russia-1820.jpg\" alt=\"\u043a\u0430\u0440\u0442\u0430\" width=\"3155\" height=\"1993\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Und hier wird es interessant. Hier verbirgt sich die Antwort, warum Jenissejsk \u00e4lter ist als Krasnojarsk.<\/p>\n<p>Wie sich zeigt, hat es zu jenen Zeiten einen Kanal gegeben, der den Flu\u00df Ketch mit dem Jenissei verband (die antike Karte dazu folgt am Ende des Artikels).<br \/>\nUnd dieser ist noch erhalten geblieben und wurde m\u00f6glicherweise Ende des 19. Jahrhunderts rekonstruiert, bereinigt und wiederhergestellt. Obwohl die\u00a0<i>(offizielle)<\/i>\u00a0Geschichte uns erz\u00e4hlt, da\u00df er gebaut wurde und nicht wiederhergestellt.<\/p>\n<p>Die Rede ist vom Ob-Jenissei-Kanal, der den Fu\u00df Ketch (Zuflu\u00df des Ob) mit dem Flu\u00df Kas (Zuflu\u00df des Jenissej) verbindet.<\/p>\n<p>Ein wenig vorgreifend sei auf diesen Punkt hingewiesen: der Flu\u00df Kas m\u00fcndet in den Jenissei sehr viel weiter flu\u00dfabw\u00e4rts als sich die Stadt Jenissejsk befindet. Bis nach jenissejsk h\u00e4tte die Dubenskij-Truppe also kr\u00e4ftig stromauf rudern m\u00fcssen.<br \/>\nBequemer w\u00e4re es f\u00fcr sie gewesen, die befestigte Siedlung gleich an der M\u00fcndung des Flusses Kas in den Jenissej zu errichten.\u00a0<i>(damit soll gesagt werden: die Stadt Jenissejsk wurde eben nicht von der Dubenskij-Expedition gegr\u00fcndet, sondern existierte bereits \u2013 d.\u00dc.)<\/i><br \/>\nAber das sind Details.<\/p>\n<p>Genauso ein Detail ist: wenn dies tats\u00e4chlich der Weg des A. Dubenskij und seiner Mannschaft gewesen war \u2013 woher wu\u00dfte er davon? Ohne uralte Karte der \u00d6rtlichkeiten? Denn in\u00a0<b>einer<\/b>\u00a0Navigationsperiode\u00a0<i>(damit ist die meist kurze, dort frostfreie Zeit von Mitte Mai bis Mitte September gemeint \u2013 d.\u00dc.)\u00a0<\/i>konnte man damals eine solche Entfernung nicht zur\u00fccklegen. Man verliert sich in den Zufl\u00fcssen.<\/p>\n<p>Also, schaun wir uns das mal an:<\/p>\n<p>\u201eDer Ob-Jenissei-Verbindungs-Wasserweg\u201c wurde 1991 als Natur-Denkmal anerkannt, um dieses einmalige hydrotechnische Objekt erhalten zu k\u00f6nnen. In der Krasnojarsker Region ist er auf dem Territorium des Jenissejsker Kreises gelegen und k\u00f6nnte berechtigt als gr\u00f6\u00dfte bautechnische Ingenieurs-Einrichtung der Russischen F\u00f6deration bezeichnet werden.<\/p>\n<p>Dies ist sozusagen Ru\u00dflands \u201eSuez-Kanal\u201c (162 km lang), der den bekannten Bruder in der L\u00e4nge um einige Dutzend Kilometer \u00fcbertrifft.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/Ob_Enisejskij_kanal006.jpg\" width=\"711\" height=\"533\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Der Ob-Jenissei-Kanal beginnt bei der Siedlung Ust-Osernoje am Flu\u00df Ketch und m\u00fcndet in den Flu\u00df Bolschoj Kas (Gro\u00dfer Kas) etwa 40 km entfernt von der Siedlung Jarzewo in unserer Region. Er durchl\u00e4uft die Mittelsibirische Tiefebene und schneidet die Wasserscheide der Fl\u00fcsse Ob und Jenissei von West nach Ost, die Gesamtfl\u00e4che des Objektes betr\u00e4gt 190 Hektar.<br \/>\nDie Wasserverbindung verl\u00e4uft \u00fcber die Fl\u00fcsse Ketch-Osernaja (16 km) \u2013 Lomowaja (39 km) \u2013 Jasewaja (35 km) \u2013 den See Bolschoje (der See liegt an der Wasserscheide, 5 km) \u2013 den Bach Kasanzewskij (gegrabener Kanal 7,8 km) \u2013 den Kleinen Kas (70 km) \u2013 den Gro\u00dfen Kas (197 km).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/Ob_Enisejskij_kanal008.jpg\" width=\"687\" height=\"557\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Die\u00a0<i>(offizielle)<\/i>\u00a0Geschichte des Ob-Jenissei-Kanals begann um 1800, als die Kaufleute nach einer M\u00f6glichkeit suchten, die beiden gro\u00dfen sibirischen Fl\u00fcsse zu vebinden: Ob und Jenissei.<br \/>\n<i>(schon eine solche Aussage wirft die Frage auf: wer in den angeblich weitgehend menschenleeren Weiten Sibiriens stellte damals ein so gro\u00dfes wirtschaftliches Interesse f\u00fcr diese Kaufleute dar? denn die enormen Investitionen in einen solchen k\u00fcnstlichen Wasserweg mu\u00dften sich ja irgendwie auch wieder amortisieren\u2026 \u2013 d.\u00dc.)<\/i><br \/>\nIm Verlaufe von 12 Jahren wurden die Wasserscheiden zwischen den Taiga-Fl\u00fcssen Tym und Sym, Wach und Jeloguj, Ketch und Kemh untersucht, um die bequemste Verbindungstrasse auszuw\u00e4hlen. Jedoch wurden die Arbeiten zum Bau eines solchen Kanals nicht begonnen.<\/p>\n<p>Im Jahre 1875 r\u00fcstete der Jenissejsker Kaufmann P.E.Funtusow auf eigene Kosten eine Expedition aus, welche als bequemste Verbindung bestimmte: den Zuflu\u00df des Ob Ketch und den Zuflu\u00df des Jenissej \u2013 Gro\u00dfer Kas, mit der Nutzung des an der Wasserscheide befindlichen Sees.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"http:\/\/gorod.tomsk.ru\/uploads\/7021\/1300515872\/Ob_Enisejskij_kanal002.jpeg\" width=\"682\" height=\"426\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Aber das Ministerium beschlo\u00df, zwecks Einsparung der Mittel, einen Kanal f\u00fcr Schiffe mit einer L\u00e4nge von 20 Metern und einer Tragf\u00e4higkeit von etwa 80 Tonnen zu bauen. In diesem Falle w\u00e4re eine Schiffahrt nur im Fr\u00fchjahr m\u00f6glich, und im Sommer k\u00f6nnten nur kleine Flu\u00dfbarken mit bis zu 8 Tonnen Tragf\u00e4higkeit hindurchlaufen. Die Kosten des Projektes wurden auf 680 Tausend Rubel veranschlagt, Schleusen waren im Projekt nicht vorgesehen.<\/p>\n<p>Der Bau des Kanals begann im Jahre 1884, hier waren 1200 Mann t\u00e4tig, die unter unwahrscheinlich schwierigen Bedingungen der unwirtlichen schwerzug\u00e4nglichen Taiga arbeiteten.<br \/>\nBauleiter war der Chef des Tomsker Wegebezirks Baron B.A. Aminow.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"http:\/\/gorod.tomsk.ru\/uploads\/7021\/1300515872\/Ob_Enisejskij_kanal003.jpeg\" width=\"687\" height=\"449\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/Ob_Enisejskij_kanal001.jpg\" width=\"675\" height=\"506\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Mit dem Bau des Kanals konnten Flu\u00dfbarken vom Jenissej bis zum Ob gelangen und dann bis nach Tomsk, Barnaul und andere sibirische Siedlungen. Bis zum Jahre 1894 wurden auf dem Wasserwege\u00a0<i>(angeblich)<\/i>\u00a0lediglich 500 Tonnen Waren transportiert, ohne Ber\u00fccksichtigung der Baulieferungen\u00a0<i>(f\u00fcr den Kanal)<\/i>.<br \/>\nFast sofort wurde klar, da\u00df man ohne Schleusen nicht auskommen w\u00fcrde, und im Jahre 1898 wurden am Kanal 14 Schleusen gebaut, damit auch kleinere Dampfer mit Zugbarken durchfahren konnten. Die H\u00e4lfte der Schleusen befindet sich auf dem Territorium des Krasnojarsker Gebietes: die Alexandrower, die Besymjannyj (die Namenlose), die Georgijewer, die Mokrjaki, die Marijn, die Nalimner und die Kasower.<br \/>\nHeutzutage leben in der N\u00e4he der Kasower Schleuse mehrere Familien von Alttraditionellen\u00a0<i>(Staroobrjadzy = \u0441\u0442\u0430\u0440\u043eo\u0431\u0440\u044f\u0434\u0446\u044b; bitte nicht zu verwechseln mit den Altgl\u00e4ubigen = Starovery = \u0441\u0442\u0430\u0440\u043e\u0432\u0435\u0440\u044b \u2013 d.\u00dc.)<\/i>, und in der Siedlung Alexandrow-Schleuse ist ein Haus erhalten, in welchem die leitenden Ingenieure beim Bau des Objektes gewohnt hatten: Aminow, Bobenskij, Tschenzow und andere.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/Ob_Enisejskij_kanal007.jpg\" width=\"686\" height=\"440\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Die Kosten f\u00fcr den Bau der Ob-Jenissei-Verbindung betrugen etwa 2 Millionen Rubel.\u00a0<i>(eine gigantische Summe, denn das waren damals Gold-Rubel, die h\u00e4rteste W\u00e4hrung der Welt \u2013 d.\u00dc.)<\/i><br \/>\nAber die zum Kanal f\u00fchrenden Fl\u00fcsse Osernaja und Gro\u00dfer Kas waren nur vom Senkholz gereinigt worden und sonst in ihrer nat\u00fcrlichen Form verblieben\u00a0<i>(nicht vertieft worden \u2013 d.\u00dc.)<\/i>, wodurch Schiffe an diesen Stellen nur im Fr\u00fchjahr<i>(zur Schneeschmelze \u2013 d.\u00dc.)<\/i>\u00a0hindurchfahren konnten.<br \/>\nDie W\u00e4nde der Schleusen und des gegrabenen Kanals beeindrucken auch heute noch durch ihre Haltbarkeit. Das sind mehrere Meter lange Laubbaum-St\u00e4mme, die exakt aneinandergef\u00fcgt wurden, mit handgeschmiedeten Bolzen verbunden, die bis heute nicht durchgerostet sind.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/Ob_Enisejskij_kanal005.jpg\" width=\"674\" height=\"448\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Unter Ber\u00fccksichtigung dessen, da\u00df Ende des 19. Jahrhunderts in Sibirien der Bau der Transsibirischen Eisenbahn aktiv betrieben wurde, verlor der neugebaute Kanal sehr bald an Bedeutung und wurde nicht mehr betrieben. Nicht ausgeschlossen, da\u00df der Kanal, wenn er entsprechend dem urspr\u00fcnglichen Projekt ausgef\u00fchrt worden w\u00e4re, noch heute in Benutzung w\u00e4re.<br \/>\nUm so mehr als er durch zwei Regionen in n\u00f6rdlichen Breiten f\u00fchrt. Gegenw\u00e4rtig kann der \u201eOb-Jenissej-Verbindungs-Wasserweg\u201c f\u00fcr Erkenntnis- und ethnografische Touristik genutzt werden.<\/p>\n<p>Marianna Dolgopolowa.<\/p>\n<p>P.S.\u00a0<i>(von USSR)<\/i>\u00a0Solch interessante und r\u00e4tselhafte Orte gibt es massenhaft in Sibirien. Nur ist es mit diesem On-Jenissej-Kanal besonders interessant, seine erste Erw\u00e4hnung datiert aus den Jahren 1796-97 als Projekt.<\/p>\n<p>Jedoch wird in den Niederschriften der mittealterlichen Reisenden von einem m\u00e4chtigen Staat Tartarien berichtet, wahrscheinlich eine der Bezeichnungen der Dritten Ru\u00df \u2013 der Arta, in welchem solche Kan\u00e4le keine Seltenheit waren.<\/p>\n<p>Da mich dies sehr interessiert hatte, habe ich die Karten jener Reisenden studiert, und was sehe ich da?<br \/>\nAuf der Karte von DeLille, herausgegeben im Jahre\u00a0<b>1706<\/b>\u00a0und erstellt noch\u00a0<b>viel fr\u00fcher<\/b>, finde ich an der Stelle jenes Ob-Jenissej-Kanals eine sonderbare Einrichtung. Um nicht nur bei Worten zu bleiben, hier ein Fragment jener Karte:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/www.tart-aria.info\/wp-content\/uploads\/ob_Enis08.jpg\" alt=\"\" width=\"697\" height=\"423\" title=\"\"><\/p>\n<p>Rot umrandet ist diese sonderbare Einrichtung, die sehr an eine hydrotechnische Verbindung der beiden Fl\u00fcsse erinnert.<\/p>\n<p>Was ist das tats\u00e4chlich? Wieder ein \u201eHoax\u201c? Oder haben die Kaufleute zur Zarenzeit auf diese Weise das Geld aus dem Staatshaushalt \u201egewaschen\u201c \u2013 denn wenn der Kanal schon existierte, dann konnte die Gelder ungehindert in den bodenlosen Taschen ihrer Kaftans verschwinden.<br \/>\nOder ist das ein erneuter Beweis f\u00fcr den Betrug der \u201erussischen orthodoxen Historiker\u201c?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/bumibahagia.com\/2017\/05\/22\/wasserwege-1\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Quelle<\/a>\u00a0der \u00dcbersetzung<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich auch nur ein wenig mit der offiziellen Geschichte der \u201eEntdeckung\u201c Sibiriens befa\u00dft hat, dem sind solche Paradoxa untergekommen, wie: wie sind die Abteilungen des\u00a0A. Dubenskij\u00a0bis zum Flu\u00df Jenissej vorgedrungen? Und warum wurde die Stadt\u00a0Jenissejsk, die weiter n\u00f6rdlich liegt, fr\u00fcher gegr\u00fcndet (1619) als Krasnyj Jar (1628)?(Krasnyj Jar = w\u00f6rtlich: das sch\u00f6ne Steilufer, heute\u00a0Krasnojarsk\u00a0\u2013 d.\u00dc.) 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